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bonify lädt zum 1. Finanz- und Bonitätsgipfel und stellt eine Weltpremiere vor

Zum 1. Finanz- und Bonitätsgipfel lud bonify Experten der Finanzwelt zu einem besonderen Event. Neben hochkarätigen Rednern feierten wir eine Weltpremiere
Elisa Thiem

text von

Elisa Thiem

17. Dezember 2018
Finanz- und Bonitätsgipfel

Heute ist der Tag gekommen, an dem wir Dir eine Zusammenfassung unseres 1. Finanz- und Bonitätsgipfels vorstellen möchten.

Am 17. November 2017 war es soweit: Der 1. Finanz- und Bonitätsgipfel überhaupt wurde in der Factory Berlin veranstaltet. Gastgeber war bonify. Redner und Gäste – hochkarätige Experten aus der Welt der Bonität und Finanzen.

Warum ist Bonitätsbewertung entstanden und warum wird sie immer wichtiger?

Ralf Zirbes, Boniversum

Wie verändert PSD2 die Bonitätsprüfung?

André M. Bajorat, figo GmbH

Benutzung des digitalen Fußabdrucks in der Bonitätsprüfung

Prof. Dr. Tobias Berg, Frankfurt School of Finance & Management

From the bonify labs (FinFitness und Produktinnovationen)

Dr. Josef Korte, bonify

Auswirkung der EU- Datenschutzgrundverordnung auf Bonitätsermittlung

Dr. Martin Schirmbacher, HÄRTING

Nudging personal finance – Wie unbewusstes Verhalten unsere Finanzsituation beeinflusst

Prof. Dr. Andrej Gill, Universität Mainz

Kreditvermittlung mit Hilfe von Finanz- und Bonitätsdaten

Dr. Malte Raudszus, Finanzcheck

Finanz- und Bonitätsgipfel (Themen und Redner)

Neben Ralf Zirbes, Geschäftsführer unserer Partnerauskunftei Creditreform Boniversum, sprachen Professoren der Universität Mainz und Frankfurt School of Finance & Management über das sogenannte “Nudging”, eine Methode, die Menschen zu verantwortungsbewussterem Handeln führen soll, und über die Möglichkeiten neuartiger Scoringverfahren im Zuge der Digitalisierung.

Im Kreise von Fachexperten startete also der Moderator der Veranstaltung, unser Geschäftsführer und Mitgründer von bonify, Dr. Gamal Moukabary, mit einer Einführungsrede und dem Programmplan. Und dann ging die Fahrt schon mit dem ersten Vortrag los:

 „Warum ist die Bonitätsprüfung entstanden und warum wird sie immer wichtiger?“ – Ralf Zirbes, CEO von Boniversum

Deine Bonität wird ständig und überall geprüft – nicht nur, wenn Du einen Kredit beantragen oder eine neue Wohnung mieten möchtest, sondern auch wenn Du online einkaufst oder neue Verträge abschließt .

Wusstest Du, dass auch der Supermarkt um die Ecke Deine Bonität prüft? Besuchst Du einen Supermarkt zum ersten Mal oder nach einer längeren Zeit erneut, wird in der Regel nach einer Pin-Eingabe und nicht nach Deiner Unterschrift gefragt. Warum? Der Supermarkt kennt Dich nicht und prüft mittels Online-Verfahren Deinen Kontostand. Dazu verbindet sich der Supermarkt über eine Internetverbindung mit Deiner Bank und kann direkt prüfen, ob Dein Konto gedeckt ist und den Betrag einziehen. Im Grunde folgt dieser Prozess dem altbekannten Anschreiben in der Lieblingsbar. Einem unbekannten Gast wird kein Anschreiben auf den Bierdeckel angeboten. Woher soll der Wirt schließlich wissen, dass er zahlungsfähig und zahlungswillig ist?

Ralf Zirbes referierte zudem über die Notwendigkeit von Bonitätsprüfungen im Zuge der wachsenden Internetkriminalität und Identitätsdiebstahl, und wie man sich davor schützen, und seine Bonität aktiv begleiten und verbessern kann.

Wie das geht? Indem Du regelmäßig Deine Bonität prüfst, alle Rechnungen pünktlich und zuverlässig begleichst, ungerechtfertigten Forderungen sofort widersprichst und eventuell falsch gespeicherte Daten sofort der Auskunftei meldest.

Schau doch gleich einmal nach Deiner Bonität und melde Dich kostenlos bei bonify an.

 „Wie verändert PSD2 die Bonitätsprüfung?“ – André M. Bajorat, figo GmbH

figo ist einer der bonify Partner und sorgt mit seinem Dienst dafür, dass Deine Kontodaten in Deinen bonify Account gelangen und Du so den hilfreichen Finanzmanager nutzen kannst. figo bildet also die Schnittstelle zwischen Deiner Bank und Deinem bonify-Account.

André M. Bajorat berichtete in seinem Vortrag über PSD2 (“Payment Service Directive II” – eine neue Richtlinie, die den Zahlungsverkehr im Internet bequemer, günstiger und sicherer machen soll) im Zusammenhang mit Bonitätsprüfungen. Da das Banking nicht mehr unbedingt bei der eigenen Bank stattfinden wird, sondern auch über Drittanbieter – kann daraus eine Verlagerung des Wissens über die Bonität, die bisher nur einzelnen Anbietern gewährt wurde, resultieren.

Vielleicht klingt PSD2 erst einmal ein wenig einschüchternd. Der Gedanke dahinter ist aber ein sehr guter: Es soll sich an die Digitalisierung und an den technischen Fortschritt angepasst werden. Durch Zunahme der Vielfalt digitaler Möglichkeiten erhält der Verbraucher mehr Entscheidungsfreiheit. Im Fokus steht nun der Nutzer, der über die Verwaltung seiner Daten selbst entscheidet und dem mit Transparenz und Entscheidungsmacht begegnet wird.

PSD2 tritt für neue „dritte Zahlungsdienstleister“ ab dem 13. Januar 2018 in Kraft.

 „Benutzung des digitalen Fußabdrucks in der Bonitätsprüfung“ – Prof. Dr. Tobias Berg, Frankfurt School of Finance & Management

Mit einem wissenschaftlich fundierten Vortrag setzte der nächste Redner fort. Professor Dr. Tobias Berg von der Frankfurt School of Finance & Management präsentierte die Möglichkeiten und Grenzen von der Nutzung des digitalen Fußabdrucks in Verbindung mit Scoring. Im Rahmen eines Projektes, das Professor Dr. Berg durchgeführt hatte, wurden einfach zugängliche Informationen wie Computer und Browserinformationen, Daten, die in Cookies gespeichert werden (z.B. Kanal, durchschnittliche Verweildauer auf einer Seite) sowie Registrierungen (E-Mail-Plattform, Setting der E-Mailadresse) ausgewertet. Daten aus sozialen Medien spielten für diese Untersuchung keine Rolle.

Das interessante Ergebnis dabei: Die gesammelten Informationen passen tatsächlich zu den Informationen und Bonitätsdaten der Auskunfteien. Der digitale Fußabdruck der Nutzer ergänzt also die üblichen Bonitätsinformationen und wirkt somit als nützliche Zusatzquelle für die Bewertung von potenziellen Zahlungsrisiken zukünftiger Vertragspartner.

Wichtig: Dies war die Vorstellung eines Forschungsprojektes, das die Frankfurt School of Finance & Management durchgeführt hat. bonify ist und war kein Teil des Projekts. Die Informationen Deines Browsers und die gespeicherten Daten Deiner Cookies werden momentan nicht für die Bewertung Deiner Bonität verwendet.

 “From the bonify labs (FinFitness und Produktinnovationen)” – Josef Korte, bonify

Schon letzte Woche haben wir Dir von Deutschlands erster FinFitness-Studie berichtet. Diese feierte auf dem 1. Finanz- und Bonitätsgipfel Weltpremiere.

Mitgründer Josef stellte die Ergebnisse der auf Basis vollständig anonymisierter Daten erstellten Studie mit dem Titel „Wie FinFit ist Deutschland?“ hier erstmals der Öffentlichkeit vor.

 

Hier einige Kernergebnisse:

Die durchschnittliche FinFitness in Deutschland beträgt 60%.

Am FinFittesten sind die Bundesländer Baden-Württemberg (63,0%) und Bayern (61,4%). Die Schlusslichter bilden Sachsen (57,0%) und das Saarland (57,0%).

Geschlechterunterschiede sind in der FinFitness kaum bemerkbar. Die durchschnittliche FinFitness der Männer beträgt 60%; die der Frauen 58%.

Genau wie bei der Bonität steigt auch die FinFitness mit dem Alter. Unter 25-jährige haben im Durchschnitt eine FinFitness von 58%, 25-50-jährige 60% und über 50-jährige eine FinFitness von 62%.

Was treibt Deine FinFitness in die Höhe? GEZ zahlen (+8%), Bausparen und Lebensversicherung abschließen und natürlich einzahlen (+7%), ein Auto unterhalten (+5%).

Was schadet Deiner FinFitness? Zocken! Menschen, die regelmäßig Zeit in Casinos oder Spielotheken verbringen beziehungsweise hier ihr Geld lassen, haben eine 3% niedrigere FinFitness.

Was sind die Vorteile von der bonify FinFitness? bonify Nutzer, die sich aktiv mit ihrer FinFitness auseinandersetzen, verbessern diese innerhalb eines Jahres um 12%! Nicht zuletzt spart eine gute FinFitness Dir Geld. Verbraucher mit einem hohen FinFitness-Wert haben beispielsweise eine höhere Akzeptanzwahrscheinlichkeit für Kredite und günstigere Konditionen als diejenigen mit einem schlechten FinFitness-Wert. Ein Anwendungsbeispiel kannst Du in unserem Blogartikel „Wie FinFit ist Deutschland?“ nachlesen.

regionale Unterschiede Bonität

 „Auswirkung der EU-Datenschutzgrundverordnung auf Bonitätsermittlung“ – Dr. Martin Schirmbacher, HÄRTING

Dr. Martin Schirmbacher stellte  auf dem 1. Finanz- und Bonitätsgipfel als ausgewiesener Rechtsexperte die Auswirkungen der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) vor. Diese Verordnung legt im Grunde die Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten für die EU fest.

Laut DSGVO ist eine solche Verarbeitung nur dann möglich, wenn:

der Nutzer einwilligt.

dies in einem Vertrag vereinbart ist  und/oder

es ein berechtigtes Interesse des Werbenden besteht.

Bei der Bonitätsabfrage liegt immer dann ein berechtigtes Interesse vor, wenn sich ein Geschäftspartner vor dem Abschluss eines Vertrages das Risiko eines Zahlungsausfalles bewusst machen möchte. Im Umkehrschluss kann man Bonitätsprüfungen auch als Schutz für den Verbraucher deuten – schließlich schützen sie den Verbraucher vor Überschuldung.

Datenschutz ist ein großes Thema bei bonify und wird sehr ernst genommen. Daten werden niemals ohne Erlaubnis an Dritte weitergegeben. Mehr zum Thema erfährst Du auf unserer Datenschutz-Seite.

 „Nudging personal finance – Wie unbewusstes Verhalten unsere Finanzsituation beeinflusst“ – Prof. Dr. Andrej Gill, Universität Mainz  

Nudging ist eine Methode, Menschen zu verantwortungsvollem Handeln hinzuführen. Als einfaches Beispiel gibt Prof. Dr. Gill auf dem bonify Bonitätsgipfel an, dass Recherchen ergeben haben, dass Verbraucher, die ein neues Handy kaufen möchten, übermäßig oft die bereits voreingestellte Option auf der Website des Händlers wählen – also auf Farboptionen und dergleichen verzichten.

Nach einer gründlichen Vorstellung der Forschungslage stellte Gill den Grund der Kooperation zwischen der Universität Mainz und bonify vor: Der Versuch Nutzern dabei zu helfen, bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen.  Wie das genau aussehen wird? Bleib dran!

 „Kreditvermittlung mit Hilfe von Finanz- und Bonitätsdaten“ – Dr. Malte Raudszus, Finanzcheck

Ein weiterer bonify Partner, Finanzcheck, war ebenfalls auf dem Event vertreten. Wie wichtig Deine Bonität für eine Kreditaufnahme ist, weißt Du sicher bereits. Durch die Anbindung von FINANZCHECK.de profitieren bonify Nutzer von einem angenehmen Checkout Prozess bei der Kreditaufnahme. Einfache Antragsprozesse werden von Kundenberatungen – rund um die Uhr – sehr schnellen Entscheidungen und im Falle einer Kreditablehnung, neuen Angeboten verbunden.

Mit dieser sehr praxisbezogenen Präsentation endete ein aufregender, erkenntnisreicher Tag in der Factory Berlin.

Wir sind noch immer sehr berauscht von diesem schönen Event und möchten Dir auch unsere Bildergalerie nicht vorenthalten.

Wie steht es um Deine eigene Bonität und FinFitness? Finanzen und Bonität standen auf dem 1. Finanz- und Bonitätsgipfel im absoluten Vordergrund. Aber wie ist es um Deinen Bonitätsscore und Deine finanzielle Gesundheit beschert? Bei bonify findest Du beides kostenlos und direkt online heraus und kannst aktiv an Deinem Bonitätsscore und Deinem FinFitness-Wert arbeiten.

Elisa Thiem

Elisa Thiem

machte den Bachelor of Arts in Literaturwissenschaften in Bonn und den Master in Germanistik in Potsdam. Jetzt lebt sie ihre Leidenschaft zum Schreiben als Content und PR Manager bei bonify aus.