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Was ist ein Bonitätsnachweis und wer fragt ihn an?

Gehst Du einen Vertrag mit einem Partner ein, bei dem die Zahlung erst in der Zukunft beglichen wird, möchte der Vertragspartner oder Gläubiger zur Absicherung einen Bonitätsnachweis.
Elisa Thiem

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Elisa Thiem

4. Dezember 2018
Gewohnheiten bei guter Bonität

Der Bonitätsnachweis dient dem Vertragspartner zur Absicherung gegen ein finanzielles Risiko. Am häufigsten wird der Bonitätsnachweis für folgende Zwecke angefordert:

Wohnung mieten oder vermieten,

Kreditantrag,

Ratenkauf,

Handy-/ Internetvertrag.

In diesem Artikel erklären wir Dir, was genau Bonitätsnachweis bedeutet, in welchen Fällen er verlangt wird und woher man ihn selbst bekommen kann.

 Was bedeutet Bonitätsnachweis?

Der Bonitätsnachweis ist ein Dokument, das Deine Bonität aufführt. Im Unterschied zur Selbstauskunft, die nur für Dich bestimmt ist und Dir Auskunft über alle über Dich gespeicherten Daten gibt, ist der Bonitätsnachweis für dritte Parteien bestimmt.

Eine häufig angeforderte Form des Bonitätsnachweises ist eine Bonitätsauskunft für Vermieter. Diese führt Deine persönlichen Daten (Name, Geburtstag, aktuelle Anschrift)auf und gibt ebenfalls an, ob ausschließlich positive oder auch negative Einträge aus Deiner Zahlungsgeschichte vorhanden sind. Negativmerkmale können beispielsweise Mahnungen, Inkassoverfahren, Eidesstattliche Versicherungen oder Ähnliches sein.

 Wofür benötige ich einen Bonitätsnachweis?

 Wohnung mieten

Am häufigsten benötigst Du einen Bonitätsnachweis, wenn Du eine Wohnung mieten möchtest. Neben dem Personalausweis, dem Einkommensnachweis der letzten drei Monate, einer Mieterselbstauskunft und der Mietschuldenfreiheitsbescheinigung gehört er zu den Unterlagen, die Vermieter normalerweise prüfen.  

 Wohnung vermieten

Wenn Du selbst Deine Wohnung vermieten möchtest, kannst Du Dich gegen Zahlungsausfällen schützen, indem Du einen Bonitätsnachweis von dem potentiellen Mieter forderst. Daraus wird ersichtlich, ob der Mieter in der Vergangenheit seine Rechnungen pünktlich bezahlt hat und wahrscheinlich auch die Miete rechtzeitig und vollständig begleichen wird. Hier findest Du weitere Tipps, wie Du Dich erfolgreich gegen Mietnomaden absichern kannst.

 Kredit aufnehmen

Wenn Du einen Kredit in Anspruch nehmen möchtest, wird die Kreditinstitution zunächst Deine Rückzahlungsfähigkeit prüfen. Je besser Deine Bonität ist, desto höher ist die Annahmewahrscheinlichkeit und desto weniger Zinsen musst Du zahlen. Bei einem Immobilienkredit, zum Beispiel, spielt der Bonitätsnachweis eine sehr wichtige Rolle. Ein Immobilienkauf ist ein langfristiges Geschäft, deswegen ist Deine finanzielle Zuverlässigkeit für die Bank entscheidend. In diesem Fall fordert das Kreditinstitut die Informationen über Deine Kreditwürdigkeit bei einer Auskunftei an. Neben einer positiven Bonität ist auch Deine finanzielle Gesundheit wichtig. Banken berechnen hier noch einmal einen individuellen Score, der Deine finanzielle Situation einschätzt. Ähnlich wie Banken ermittelt bonify die FinFitness (finanzielle Fitness) seiner Nutzer.

 Ratenkauf

Sowohl bei einem Hauskauf, als auch bei einer Autofinanzierung oder kurzfristigen Ratenkäufen überprüft der Kreditgeber Deine Kreditwürdigkeit, indem er einen Bonitätsnachweis bei einer der Auskunfteien anfordert. Auch hier gilt: je besser die Bonität, desto niedriger der Zinssatz und besser die Konditionen.

 Telefon- und Internetvertrag

Für einen Handy- oder DSL-Vertrag nehmen die Anbieter genauso eine Bonitätsabfrage vor, um sich vor Zahlungsausfällen zu schützen. Einen Handytarif ohne Bonitätsprüfung bekommst Du mit einer Prepaid-SIM-Karte.

 Und ein Kredit ohne Bonitätsnachweis?

Es gibt Anbieter, die Kredite ohne Bonitätsprüfung für Verbraucher mit Negativeinträgen anbieten. Bevor Du Dich aber für so einen Kredit entscheidest, solltest Du den Anbieter überprüfen. Ist er seriös und verstecken sich im Vertrag keine zusätzlichen Kosten? Bei einem Kredit ohne Bonitätsprüfung wird die nicht nachgewiesene finanzielle Zuverlässigkeit der Kunden durch höhere Kosten ausgeglichen. Wenn Du Dir so hohe Zinsen nicht leisten kannst, empfehlen wir Dir, lieber zu warten bis die Negativeinträge aus Deiner Bonität gelöscht werden und Du bessere Kreditkonditionen mit einem Bonitätsnachweis bekommst. Erfahre hier mehr darüber, wie genau die Löschfristen geregelt sind.

 Woher bekomme ich einen Bonitätsnachweis?

Genau wie ein Kreditgeber kannst Du ihn selbst bei jeder der deutschen Auskunftei erhalten (zum Beispiel bei der SCHUFA, Creditreform Boniversum, Infoscore, CRIFBÜRGEL). Um sicherzugehen, dass keine Negativmerkmale zu Unrecht in Deiner Bonitätsakte gespeichert wurden, solltest Du Deine Bonität regelmäßig prüfen.Prüfe Deine Bonitätsdaten und melde sofort falsche oder unvollständige Einträge bei den Auskunfteien. Deine Bonität überwachen und verbessern kannst Du kostenlos bei bonify.

Wenn Du einen Bonitätsnachweis für Dritte, zum Beispiel für den Vermieter, brauchst, hast Du zwei Möglichkeiten. Zahle knapp 30 Euro für die SCHUFA-Auskunft. Oder registriere Dich kostenlos bei bonify und lade Dir sofort die Mieterauskunft, die alle wichtigen Daten enthält, die ein Vermieter von Dir benötigt, herunter.

Neugierig geworden? Dann melde Dich gleich an, beschäftige Dich mit Deiner Bonität und sichere Dir Deinen kostenlosen Bonitätsnachweis.

Elisa Thiem

Elisa Thiem

machte den Bachelor of Arts in Literaturwissenschaften in Bonn und den Master in Germanistik in Potsdam. Jetzt lebt sie ihre Leidenschaft zum Schreiben als Content und PR Manager bei bonify aus.