Kredit abgelehnt? 11 Gründe und was nun zu tun ist!

Wenn ein Kredit abgelehnt wird, die Bank deine Kreditanfrage abgelehnt hat, dann kommen viele Fragen auf. Welche möglichen Gründe gibt es und was kann man tun, um den Kredit doch zu bekommen, das verrät dieser Artikel.

Elisa Thiem
Warum Kredit von Banken abgelehnt

Kredit abgelehnt? Das ist erst einmal ganz schön überraschen. Aber keine Panik. Unsere Checkliste verrät dir die elf häufigsten Gründe einer Kreditablehnung und was du tun kannst, um nicht mehr abgelehnt zu werden.

 Warum ein Kredit abgelehnt wird

In der Regel wird ein Kredit abgelehnt, weil der Antragsteller keine ausreichende Kreditwürdigkeit besitzt. Oder anders gesagt, weil er eine negative Bonität besitzt bzw. er die spezifischen Voraussetzungen, auch Herauslagekriterien genannt, nicht erfüllt.

Banken und Unternehmen holen Informationen über die Bonität und die finanzielle Situation des Antragstellers ein, um sich vor zahlungsunfähigen Kreditnehmern zu schützen.

Je besser deine Bonität eingeschätzt wird, umso bessere Kreditangebote bekommst du auch. Ist deine Bonität jedoch schlecht, dann bekommst du entweder höhere Zinsen, schlechtere Konditionen oder es kommt zu einer Kreditablehnung.

Banken lehnen Kredite also vor allem aus eigenem Schutz ab. Unsichere Arbeitsverhältnisse wie bei unbefristeten oder sich in der Probezeit befindenden Antragsstellern oder auch Freiberuflern und Selbstständigen können ebenfalls ein Grund zur Ablehnung sein.

Weiterhin sind ein zu geringes Einkommen, finanzielle Vorbelastungen, überzogene Dispokredite oder dergleichen ein rotes Tuch für manche Banken. Häufig stehen Senioren vor dem Problem, dass ihr Kredit abgelehnt wird, da die Banken ihr Lebensalter als zu hoch einschätzen.

Diese Informationen entscheiden also über deine Kreditwürdigkeit und darüber, ob du einen Kredit bekommst oder nicht. Es gibt allerdings noch weitere Faktoren, die bei einem Kreditantrag und dessen Bewilligung eine Rolle spielen.

Du solltest nach der Ablehnung bei der Bank nachfragen, aus welchem Grund der Kredit abgelehnt wurde. Kennst du den Grund, kannst du an der Lösung des Problems arbeiten.

Tipp: Nicht verzagen und weitere Banken kontaktieren, denn jede Bank hat unterschiedliche Kriterien, wenn es um die Bewertung eines Kreditantrags geht. Stelle also bei mehreren Banken deinen Antrag. Achtung: Achte beim Antrag darauf, auf Konditionsanfragen zu bestehen.

 Die häufigsten Gründe für die Ablehnung eines Kredits und passende Lösungen

 1) Ein befristetes Arbeitsverhältnis

Ist dein Arbeitsvertrag befristet, ist nicht sicher, ob du in Zukunft einen Job und somit Einnahmen haben wirst, um die Zinsen und Tilgung für deinen Kredit zu zahlen. Eine Ausnahme wäre es, wenn die Laufzeit deines Kredits kürzer als deine Befristung ist.

Hier könnte ein zweiter Kreditnehmer mit unbefristeter Anstellung Abhilfe schaffen oder du kannst eine kürzere Laufzeit für das Darlehen wählen.

Natürlich kannst du deinen Arbeitgeber um einen unbefristeten bzw. einen länger befristeten Arbeitsvertrag bitten. Eine neue Arbeitsstelle ist auch eine Möglichkeit, jedoch solltest du bedenken, dass du dich dann in der Probezeit befindest.

 2) Der Kreditantrag wird während der Probezeit gestellt

Wenn du noch in der Probezeit bist, kann die Bank nicht sicher sein, dass du künftig finanziell in der Lage sein wirst, deine Raten zu zahlen. Warte mit dem Antrag also lieber, bis die Probezeit vorüber ist.

Optional kannst du eine Bürgschaft oder einen weiteren Kreditnehmer mit an Bord holen oder den Arbeitgeber um eine Verkürzung der Probezeit bitten.

 3) Zu geringe Einnahmen bzw. zu kleiner monatlicher Überschuss

Ein weiterer Indikator für deine Zahlungsfähigkeit ist dein Einkommen bzw. dein regelmäßiger monatlicher Überschuss (auch als Haushaltsüberschuss bezeichnet). Dieser Überschuss muss ausreichen, um künftige Zinsen und Tilgung bedienen zu können.

Suche also einen Kredit, den du dir auch leisten kannst. Eine kleinere Kreditsumme oder eine längere Laufzeit wären zwei mögliche Optionen.

 4) Die eingereichten Kontoauszüge weisen Rücklastschriften auf

Für Banken sind Rücklastschriften Anzeichen von schlechter Zahlungsmoral; werden also schlecht bewertet. Geprüft wird dies meistens bei der Einreichung deiner Kontoauszüge, die für eine Kreditbewilligung von der Bank angefordert werden. Auf deinen Kontoauszügen sollten also keine Rücklastschriften zu finden sein.

 5) Du steckst im Dispo oder hast bereits mehrere laufende Kredite

Banken berechnen in der Regel einen maximalen Verschuldungsgrad. Wenn du schon viele Kredite hast – hierzu zählt auch der Dispo – bekommst du keine weiteren mehr. Es sei denn, es handelt sich um eine Umschuldung oder Kreditablösung. Das musst du im Verwendungszweck vermerken oder beim Kreditantrag klarstellen.

 6) Überweisungen an Inkassounternehmen aufgrund offener Zahlungsforderungen ersichtlich

Sind Inkassovorgänge nicht schon aus deiner Bonitätsauskunft ersichtlich, fällt dies spätestens bei deinem Kontoauszug auf. Bei Inkassovorfällen spricht man von weichen Negativmerkmalen – in dem Fall geht die Bank nicht von einer zuverlässigen Bedienung deiner Zahlungsverpflichtungen aus.

 7) Unvollständige Angaben von Rahmenkrediten und Leasingraten

Gibst du bei deinem Kreditantrag weitere Kredite (hierzu zählen Ratenkredite, sondern auch Null-Prozent-Finanzierungen) bzw. Leasingverträge nicht an, kann das zur Ablehnung führen. Auch kann es sein, dass du deine maximale Verschuldung mit den weiteren Krediten bereits erreicht hast und dich für keinen weiteren Kredit qualifizierst.

 8) Für die Bank bist du zu jung oder zu alt

Auch dein Alter spielt für Banken eine Rolle: Bist du zu jung oder zu alt, kann die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls steigen.

Zum Beispiel, weil du noch kein geregeltes Einkommen hast. Hier kommen eher Studentendarlehen für dich infrage. Bist du zu alt, dann könnten dir unsere Hinweise im Artikel über Rentner- und Seniorenkredite helfen.

 9) Du bist selbstständig, jedoch nicht lang genug

Wenn du seit weniger als drei Jahren selbstständig tätig bist, dann wird es keinen Kredit für dich geben. Die Zeit deiner Selbstständigkeit ist für Kreditgeber zu kurz, um dein Risiko einschätzen zu können. Selbstständige und Freiberufler bekommen einen Kredit in der Regel nach zwei bis drei Jahren Selbstständigkeit.

 10) Falsche Angaben beim Kreditantrag

Sobald du falsche, fehlerhafte oder unvollständige Angaben beim Kreditantrag machst, wird der Kredit abgelehnt. Prüfe alle deine Angaben beim Kreditantrag genau. Achte darauf, dass sie vollständig und richtig sind.

 11) Negativer Bonitätsscore oder Schufa-Einträge

Der Bonitätsscore drückt die Wahrscheinlichkeit aus, mit der du deinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen wirst. Je höher der Score, desto besser deine Bonität. Ein schlechter Score kann dazu führen, dass dein Kredit abgelehnt wird.

Hast du einen negativen Schufa-Eintrag oder einen schlechten Schufa-Score, dann wirst du vermutlich keinen Kredit bekommen und daher abgelehnt.

Hier kannst du eine kostenlose Schufa-Selbstauskunft einholen, deine Einträge überprüfen und falsche oder fehlerhafte Schufa-Einträge löschen lassen. Hier noch ein Artikel mit Tipps, die dir helfen, deinen Schufa-Score zu verbessern.

 Die Bank hat deinen Kredit abgelehnt: Was nun?

Dein Kredit wurde abgelehnt, was jetzt? Wichtig nach einer Kreditablehnung ist, aktiv zu werden. Erkundige dich bei deiner Bank nach den Gründen. Nur so kann das Problem angegangen und eine Lösung gefunden werden.

 1. Ist die Schufa oder negative Bonität der Grund?

In diesem Fall ist es ratsam, zunächst eine Schufa-Auskunft, oder eine kostenlose Selbstauskunft einzuholen. Nicht selten kommt es zu falschen Einträgen, die einen negativen Score zufolge haben. Kontrolle ist in diesem Fall also wichtig.

Überprüfe deine Eintragungen sorgfältig und verlange im Fall von falschen Angaben deren Löschung. Einfach, schnell und kostenlos kannst du deine Bonität mit bonify überprüfen und Falscheinträge mit dem Score-Korrektor löschen lassen.

Kündige unnötige Konten und Kreditkarten, die schlecht für deinen Score sein könnten und du sie nicht benötigst. 

Tipp: Banken vergeben außerdem Kredite an Antragssteller, die einen solventen Bürgen angeben, der bereit ist, sich im Falle einer Verschuldung des Kreditnehmers, verantwortlich zu zeigen.

 2. Kredit abgelehnt aufgrund eines zu geringen Einkommens

Ein zu geringes Einkommen kann ein weiterer Grund dafür sein, dass dein Kredit abgelehnt wird. Hierbei kommt es weniger auf die eigentliche Summe des Einkommens, sondern mehr auf den pfändbaren Betrag an, der meist bei knapp 1.000 Euro liegt.

Bedeutend ist also das tatsächlich verfügbare Einkommen, das nach allen Ausgaben noch übrig ist. Hier hilft dir also ein sorgsamer Umgang mit deinen Finanzen. Stelle sicher, dass du immer einen Überschuss am Ende des Monats hast. Die übersichtliche Darstellung deiner Einnahmen und Ausgaben bei bonify kann dir dabei helfen.

 3. Ablehnung bei Empfängern von Lohnersatzleistungen

Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld I, Hartz IV, Krankengeld oder Elterngeld sind ebenfalls nicht pfändbar, auch wenn es sich um regelmäßige Einnahmen handelt. Selbst wenn die Höhe dieser Lohnersatzleistungen für die Rückzahlung eines Kredits angemessen ist, bewilligen die meisten Finanzinstitute einen solchen Kredit nicht. In diesem Fall wird wieder ein Bürge benötigt, der bereit ist, finanzielle Risiken zu übernehmen.

 4. Falsche Angaben beim Antrag

Prüfe alle deine Angaben im Antrag auf Fehler. Prüfe auch, ob bei der Auskunftei noch eine alte Adresse gespeichert ist, oder andere falsche Angaben über dich gespeichert wurden. Das findest du ebenfalls mit einer Selbstauskunft heraus.

 Wie kann bonify dir helfen?

Dank bonify hast du jederzeit Einsicht in deinen Bonitätsscore, kannst deine Daten überprüfen und falsche Auskünfte sofort melden – und das alles kostenlos.

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Elisa Thiem