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Was ist eine Rücklastschrift?

Eine Rücklastschrift ist eine fehlgeschlagene Lastschrift. Dies kann verschiedene Ursachen haben, erfahre hier welche das sind und was Du tun kannst

text von

Elisa Thiem

3. Dezember 2018

Eine fehlgeschlagene Abbuchung von einem Konto wird mit dem Begriff Rücklastschrift oder auch Lastschriftrückgabe bezeichnet. Wenn Du also einem Unternehmen – zum Beispiel Deinem Stromanbieter, Deiner Versicherung oder Deinem Sportstudio eine Einzugsermächtigung erteilt hast – , diese den jeweiligen Betrag aber nicht von Deinem Konto abbuchen konnten, erfolgt eine Rücklastschrift.

 Welche Gründe gibt es für eine Rücklastschrift?

Rücklastschriften können verschiedene Ursachen haben:

1) Dein Konto ist nicht gedeckt

Wer kennt es nicht: Am Ende des Geldes ist noch soviel Monat übrig und dann wird auch noch eine hohe Rechnung fällig. Versucht der Zahlungsempfänger dann die Summe einzuziehen, scheitert das Vorhaben. In diesem Fall erhält das Unternehmen eine Benachrichtigung und Du eine Rücklastschrift. In der Regel wiederholen Unternehmen diesen Vorgang nach zwei Wochen noch einmal und ziehen den fälligen Betrag erneut ab.

2) Du hast der Lastschrift widersprochen

Innerhalb von sechs Wochen kannst Du jeder Lastschrift widersprechen. Sobald Du also für Dich unverständliche Abbuchungen von Deinem Konto entdeckst, meldest Du das Deiner Bank und sie blockieren den Geldeinzug. Wichtig ist es in diesem Fall, mit dem jeweiligen Unternehmen, dass das Geld abbuchen wollte, zu kommunizieren und zu begründen, warum die Lastschrift nicht gerechtfertigt war.

3) Das Konto existiert nicht mehr

Das gleich Szenario erfolgt, wenn Du Dein Konto schließt oder wechselst, alte Einzugsermächtigungen allerdings noch existieren. Seit September 2016 sollte das nicht mehr so häufig auftreten, da ein neues Gesetz den Kontowechsel erheblich erleichtert hat. So wurde festgelegt, dass die neuen Banken den Wechsel für Dich organisieren.

4) Du hast falsche Kontoangaben gemacht

Bestellst Du in einem Online Shop und gibst bei der Zahlung falsche Daten ein oder hast unabsichtlich einen Zahlendreher eingegeben, kann der Shop nicht auf Dein Konto zugreifen. Dies führt ebenfalls zu einer Rücklastschrift.

 Wie hoch sind die Gebühren für eine Rücklastschrift?

Diese Frage ist ziemlich spannend! Zunächst muss nämlich zwischen traditionellen Lastschrift- und SEPA-Lastschriftverfahren unterschieden werden.

 Rücklastschriften bei normalen Lastschriften

In diesem Fall gibt es zwischen den Banken und dem Bundesgerichtshof eine lange Geschichte des Zwiespalts. Immer wieder versuchten Geldinstitute nämlich Rücklastschriften mit Gebühren zu verbuchen, legten diese in ihren AGBs fest und verlangten Pauschalsummen, die der Bundesgerichtshof dann in mehreren Paragraphen für ungültig erklärte. Mehr dazu verrät Dir dieser Artikel der Verbraucherzentrale.

 Rücklastschriften bei SEPA-Verfahren

Im Gegensatz dazu verhalten sich SEPA-Lastschriftverfahren (SEPA steht für Single European Payments Area). Die Gebühren müssen hier kostenbasiert sein und im Verhältnis zum ursprünglichen Preis stehen. Bei SEPA-Lastschriftverfahren erteilt der Zahlende dem Händler und der Bank eine Einzugsermächtigung und wird durch eine Vorabinformation über die baldige Abbuchung der Summe informiert. Im Falle eines ungedeckten Kontos muss er für die Gebühren der Rücklastschrift aufkommen.

 Wirken sich Rücklastschriften auf meine Bonität aus?

Aufgepasst! Sollte es sich um eine unberechtigte Rücklastschrift handeln, darf sich diese nicht negativ auf Deine Bonität auswirken. Sollte Dir auffallen, dass unberechtigterweise Rücklastschriften bei Dir vermerkt sind, solltest Du dem unbedingt nachgehen! Auf bonify.de kannst du sehen, ob Rücklastschriften in Deine persönliche finanzielle Fitness einbezogen werden. Hier kannst du aktiv kontrollieren, ob über Dich korrekte Informationen gespeichert sind!

Sollten die Rücklastschriften berechtigt sein und es öfter bei Dir zu Rücklastschriften kommen, kann das zu einem verschlechterten Score führen!

 Rücklastschrift: Was kann ich tun?

Zuallererst: Keine Panik! Prüfe zunächst die Daten. Stelle fest, warum der Einzug nicht möglich war. Kommuniziere mit dem Vertragspartner, zahle die Summe, sobald Du kannst und das Problem ist gelöst. Verstrick Dich auf keinen Fall in der Dispofalle, zahle alle Rechnungen stets pünktlich und behalte Deine Bonität mit bonify im Blick.

Mit einer Registrierung bei bonify hast Du die Möglichkeit, jederzeit Deinen Bonitätsscore zu sehen und das kostenlos und online! Auch alle über Dich gespeicherten Daten zu prüfen und gegebenenfalls korrigieren zu lassen und kannst mit dem Finanzmanagement-Tool oder FinFitness sogar Deine Finanzen optimieren. Worauf wartest Du noch? Los geht’s!

Elisa Thiem

machte den Bachelor of Arts in Literaturwissenschaften in Bonn und den Master in Germanistik in Potsdam. Jetzt lebt sie ihre Leidenschaft zum Schreiben als Content und PR Manager bei bonify aus.