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Mieterselbstauskunft: PDF-Formular & Tipps

Die Mieterselbstauskunft ist die erste Hürde zur Traumwohnung. Allerdings sind nicht alle Fragen erlaubt! Alles zu Zweck und Tipps zum Inhalt der Mieterselbstauskunft.
Elisa Thiem

text von

Elisa Thiem

6. Dezember 2018
Mieterselbstauskunft, was darf der Vermieter fragen

Mit einer Mieterselbstauskunft versuchen Vermieter, die potenziellen Mieter einzuschätzen. Natürlich bevor ein Mietvertrag zustande kommt. In diesem Doklument werden verschiedene Fragen an Dich. Dabei solltest du wissen: Vermieter dürfen Dir nur bestimmte Fragen stellen und die Beantwortung ist freiwillig. 

Auch sind die Mieterselbstauskunft und die Bonitätsauskunft der SCHUFA oder eine SCHUFA-Auskunft nicht das gleiche! Mehr dazu erfährst Du hier, in diesem Beitrag.

 Was ist eine Mieterselbstauskunft?

Eine (freiwillige) Mieterselbstauskunft ist ein Fragebogen, den Du als potenzieller Mieter ausfüllen kannst. Du unterschreibst das Formular und gibst es an den Vermieter ab. Die Abgabe ist freiwillig! Du bist rechtlich niemals dazu gezwungen, eine Mieterselbstauskunft abzugeben. Soweit, so gut.

Die meisten Vermieter bestehen allerdings darauf. Eine Weigerung führt daher in der Regel dazu, dass Deine Chancen auf die Wohnung sinken.

Ein Vermieter, egal ob Privatperson, Immobiliengesellschaft oder Makler, versucht Dich mithilfe der Mieterselbstauskunft besser einschätzen zu können. Darum werden hier unter anderem persönliche und wirtschaftliche Dinge abgefragt.

Wie gesagt sind die Mieterselbstauskunft und die Bonitätsauskunft für Vermieter zwei verschiedene Dinge. Auch ist eine SCHUFA-Selbstauskunft nicht das Gleiche.

 Wofür ist die Mieterselbstauskunft da?

Mit der Mieterselbstauskunft versucht sich der Vermieter, gegen unzuverlässige Mieter abzusichern. Der Vermieter darf Dir allerdings nicht jede beliebige Frage stellen. Stellt er unzulässige Fragen, musst Du diese nicht beantworten.

Ein Vermieter geht immer ein finanzielles Risiko ein, wenn er eine Immobilie vermietet. Die Immobilie ist sein Eigentum und er erwartet von Dir als Mieter regelmäßige Mietzahlungen. 

Das Problem: Du und Deine finanzielle Situation. Ihr seid quasi unbekannte Variablen für ihn. Dein Vermieter weiß nicht, ob Du Deinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen und die Wohnung pfleglich behandeln wirst.

Die Mieterselbstauskunft dient daher der Absicherung des Vermieters. Indem er Daten über Dich sammelt, kann er sich zumindest ein grundlegendes Bild von Dir machen. Damit erhöht der Vermieter die Wahrscheinlichkeit, einen zuverlässigen und zahlungswilligen Mieter zu finden.

Du siehst, es existiert ein berechtigtes Interesse des Vermieters, mietrelevante Informationen von Dir als zu erfragen. Auch wenn er keinen gesetzlichen Anspruch darauf hat, darf ein Vermieter Dir Fragen stellen, die sich direkt auf das Mietverhältnis beziehen. Ob Du sie beantworten möchtest, liegt allerdings bei Dir.

 Welche Fragen sind in einer Mieterselbstauskunft erlaubt?

Der Vermieter darf Dir nur Fragen stellen, die für das zukünftige Mietverhältnis relevant sind. Dazu zählen auch persönliche und wirtschaftliche Informationen. Die Zulässigkeit der Fragen wird in der Datenschutz- Grundverordnung geregelt.

Nachfolgende Dinge sind relevante und wichtige Angaben. Nach diesen darf der Vermieter Dich unter anderem fragen:

Name, Vorname, Geburtsdatum und Anschrift des Mietinteressenten

Anzahl der Personen im Haushalt/ Mitbewohner

Beruf, Arbeitgeber und Einkommen

Offene Verbraucherinsolvenzverfahren

Fragen zur beabsichtigten Haustierhaltung (für größere Tiere)

 Welche Fragen sind in einer Mieterselbstauskunft nicht erlaubt?

Der Vermieter darf keine Fragen stellen, die nicht im Zusammenhang mit dem Mietverhältnis stehen. Das sind zum Beispiel solche privaten Fragen:

zur sexuellen Orientierung

zu Parteimitgliedschaften

zur Familienplanung

zu Vereinsmitgliedschaften (wie etwa dem Mieterschutzbund)

zur ethnischen Zugehörigkeit

zu Vorstrafen

nach religiösen oder weltanschaulichen Ansichten

Im Allgemeinen sind Fragen unzulässig, die in den schutzwürdigen Bereich Deiner Privatsphäre eingreifen. Also ist auch die Frage danach, welches Musikinstrument Du spielst, nicht gestattet.

 Welche Folgen haben falsche Angaben in der Mieterselbstauskunft?

Der Vermieter trifft seine Entscheidung bezüglich der Vergabe seiner Wohnung, auch mithilfe der Mieterselbstauskunft. Andernfalls würde er das Formular wohl kaum fordern. Beantwortest Du zulässige Fragen wissentlich falsch, darf der Vermieter einen bereits zustande gekommenen Mietvertrag anfechten. Das kann im Einzelfall sogar die fristlose Kündigung des Mietvertrags zur Folge haben. Etwas, was Du wohl nicht möchtest.

Wir raten Dir: Falls Du Dich dazu entschließt, eine Mieterselbstauskunft abzugeben, dann beantworte die zulässigen Fragen auch wahrheitsgemäß.

 Ist das Lügen bei unzulässigen Fragen gestattet?

Wenn es sich tatsächlich um unzulässige Fragen handelt, hast Du genau zwei Möglichkeiten.

1. Du kannst das entsprechende Feld einfach frei lassen und damit nicht auf die Frage antworten. Damit sinken allerdings Deine Chancen auf die angebotene Wohnung. Denn potenzielle Mieter, die diese Angaben machen, sind klar im Vorteil. Auch wenn die vielleicht dabei gelogen haben. 

2. Deine zweite Möglichkeit ist, auf unzulässige Fragen nicht mit der Wahrheit zu antworten. Also zu lügen. Dadurch, dass der Vermieter mit diesen Fragen in Deine informationelle Selbstbestimmung eingreift, bist Du dafür nicht juristisch zu belangen. 

So könntest du dem Vermieter beispielsweise verschweigen, dass Du ein passionierter Schlagzeugspieler bist. Ob Du das auch tun möchtest, liegt wohl bei Dir. Wie gut es für Euer späteres Verhältnis sein wird, ist klar. Zumindest bei solch offensichtlichen Unwahrheiten.

 Mieterselbstauskunft Formular zum Download (PDF)

Unser Mieterselbstauskunft-Formular kannst Du Dir als PDF kostenlos herunterladen. Anschließend ausdrucken, wie beschrieben ausfüllen und unterschreiben nicht vergessen!

Zur Mieterselbstauskunft Vorlage als PDF- Download

Das kannst du nun Deinem künftigen Vermieter geben, oder du versuchst die bonify- Mieterauskunft. Sie erspart Dir Zeit, ist sofort abrufbar und du kannst sie kostenlos, online erstellen.

 Erhöht eine Mieterselbstauskunft meine Chancen bei der Wohnungssuche?

Eine Mieterselbstauskunft erhöht auf jeden Fall Deine Chancen auf eine Wohnung. Auch wenn Du nicht verpflichtet bist, eine abzugeben, setzen die meisten Vermieter das Dokument voraus.

Eine ausgefüllte Mieterselbstauskunft, die Du dem Vermieter bei einer Wohnungsbesichtigung direkt vorlegen kannst, hinterlässt Du schon beim ersten Treffen einen positiven Eindruck. Wer keine abgibt, der ist vergleichsweise im Nachteil.

Wenn Du Deine Chancen auf Deine Traumwohnung noch weiter steigern möchtest, dann haben wir hier noch weitere Tipps zur Wohnungssuche für Dich gesammelt.

 Die kostenlose bonify Mieterauskunft

Mit unserer 3-in-1-Mieterauskunft kannst Du bei Deinem hoffentlich zukünftigen Vermieter noch leichter punkten. Sie enthält alles, was ein Vermieter gern von Dir sehen möchte. Und das ganze auch noch übersichtlich in einem einzigen Formular.

Was möchte der Vermieter sehen? Eine Bonitätsauskunft, einen Gehaltsnachweise und die Dauer Deines Anstellungsverhältnisses. Außerdem eine Bescheinigung über Deine geleisteten Mietzahlungen, also ein Art Nachweis über Deine Mietschuldenfreiheit.

Diese von Vermietern geforderten Daten kann das System von bonify aus Deinen Kontotransaktionen in Sekundenschnelle filtern und zusammenstellen.

Die Vorteile der Mieterauskunft für Dich? Kein Papierkram, keine Postlaufzeit und keine Kosten. Im Vergleich zur SCHUFA-Auskunft sparst du so 29,95 Euro.

Der Vermieter hat den Vorteil, dass er die Richtigkeit Deiner Daten mithilfe eines Validierungscodes online überprüfen kann.

Mieterauskunft

So, mit Mieterselbstauskunft und bonify- Mieterauskunft bist Du bestens auf Deine Wohnungssuche vorbereitet. Deine Chancen auf eine Zusage steigen und als kleines Extra: Wir drücken Dir ganz fest die Daumen! Viel Glück bei der Suche, nach Deiner neuen Wohnung!

Weitere Tipps zur Wohnungssuche:

Erfolgreich eine Wohnung mieten, Was bedeutet Mietschuldenfreiheit, 10 Irrtümer zum Mietrecht

Elisa Thiem

Elisa Thiem

machte den Bachelor of Arts in Literaturwissenschaften in Bonn und den Master in Germanistik in Potsdam. Jetzt lebt sie ihre Leidenschaft zum Schreiben als Content und PR Manager bei bonify aus.