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Was bedeuten die Abkürzungen im Verwendungszweck?

Was bedeutet SVWZ, mref und Co. auf dem Kontoauszug? Alles über die Abkürzungen im Verwendungszweck verrät Dir bonify in der Übersicht.

text von

Elisa Thiem

3. Dezember 2018

Hast Du Dich schon einmal gefragt, was die Abkürzungen im Verwendungszweck auf Deinem Kontoauszug bedeuten? Kryptische Zahlenkombinationen und Abkürzungen, die sich aneinanderreihen, verursachen manchmal nichts außer Verwirrung. Wir bringen heute Licht ins Dunkle und verschaffen Dir einen Überblick über typische Abkürzungen im Verwendungszweck.

 Eines vorab: Prüfe Kontoauszüge regelmäßig

Um den Überblick nicht zu verlieren, solltest Du Deine Kontoauszüge regelmäßig überprüfen. So bleibst Du einerseits immer auf dem Laufenden, was Deine Finanzen betrifft und kannst andererseits auf fehlerhafte oder sogar illegale Abbuchungen reagieren.

Entdeckst Du eine fehlerhafte Lastschrift, hast Du ab dem Tag der Abbuchung acht Wochen Zeit, um Einspruch zu erheben. Bei einem ungültigen SEPA-Mandat kannst Du sogar 13 Monate lang widersprechen. Mehr zum Thema SEPA erfährst Du im bonify Ratgeber zu SEPA.

 Was sind das für Abkürzungen im Verwendungszweck?

SVWZ steht für SEPA-Verwendungszweck und soll bei der Identifikation einer Abbuchung helfen. Seit der Einführung von SEPA ist der Verwendungszweck auf 140 Zeichen begrenzt.

Gängige Abkürzungen auf dem Kontoauszug sind:

SVWZ + Nummernfolge/Text

Svwz + Datum

Svwz + Miete

Svwz + Gehalt

Ein sehr typischer Verwendungszweck sieht so aus: Eref+ Mref+ Cred+De + Svwz+ Firma

Eref bedeutet hier End-to-End-ID und kann mit der Sendungsnummer verglichen werden, die Du erhältst, wenn Du ein Paket verschickst. Eref dient also der Identifikation der SEPA-Überweisung vom Auftraggeber bis hin zum Empfänger. Diese kann entweder von Dir selbst nach einer eigenen Ordnung erstellt werden oder wird automatisch kreiert. Die End-To-End-Referenz im Verwendungszweck anzugeben, ist nicht verpflichtend.

Mref ist die Mandatsreferenznummer. Jeder SEPA-Lastschrift (Bankeinzug) muss ein gültiges SEPA-Lastschriftmandat inklusive einer Mandatsreferenz, zum Beispiel die Rechnungs- oder Kundennummer, beiliegen. Wichtig bei der Mandatsreferenznummer oder Mref ist, dass sie dem Kunden vor der ersten SEPA-Lastschrift mitgeteilt werden muss. Sie verliert nach 36 Monaten ihre Gültigkeit. Mref und CRED (Creditor Identifier oder auf Deutsch Gläubiger-Identifikationsnummer) in Verbindung helfen dabei herauszufinden, welches Unternehmen Dein Konto belastet hat, wenn es nicht eh im Verwendungszweck aufgeführt wurde.

Cred steht also für den englischen Begriff Creditor Identifier, was auf Deutsch Gläubiger-Identifikationsnummer bedeutet. Jedes SEPA-Mandat benötigt eine Gläubiger-Identifikationsnummer, die von der Bundesbank vergeben wird und aus 18 Stellen besteht.

Die Cred setzt sich aus vier Teilen zusammen:

ISO-Ländercode – 2 Stellen

Prüfziffer – 2 Stellen (analog zur IBAN)

Geschäftsbereichskennung – 3 Stellen (frei wählbar)

Nationales Identifikationsmerkmal – 11 Stellen

Ein Cred Beispiel / Beispiel für eine Gläubiger-Identifikationsnummer DE 98 ZZZ 09999999999

 Weitere Abkürzungen im Verwendungszweck, die Dir im Rahmen von SEPA begegnen können:

Cred DE / Credde / Cred + DE: Die Kombination Cred+DE auf Deinem Kontoauszug bedeutet nichts anderes, als dass die Gläubiger-Identifikationsnummer aus Deutschland stammt.

SVWZ auf Deinem Kontoauszug ist die Abkürzung für SEPA-Verwendungszweck.

Die Firma: Rewe / Penny / Versicherungen / Fitnesstudios & Co. – den meisten Lastschriften folgt am Ende noch der Firmenname. Auf diese Weise kannst Du auf einen Blick erkennen, von wem Geld abgebucht wurde.

Der Begriff ABWA steht für "abweichender Auftraggeber" und taucht immer dann auf, wenn Du für eine andere Person eine Überweisung tätigst. Wenn Du also zum Beispiel für einen Freund etwas online bestellst, weil er keinen Account in dem Online-Shop hat und die Überweisung dann selbst erledigt, unterscheiden sich Kontoinhaber und Auftraggeber der Überweisung und es liegt ein abweichender Auftraggeber – kurz ABWA – vor.

FRST (First, erste) kann immer dann im Verwendungszweck erscheinen, wenn ein Unternehmen das erste Mal eine Lastschrift einzieht.

RCUR (Recurrent, wiederkehrend) hingegen, verweist auf wiederkehrende Lastschriften.

Abkürzungen im Verwendungszweck (Quelle: https://www.test.de/Kontoauszug-Alles-unter-Kontrolle-4342942-4342947/)

 Was bedeutet ELV auf meinem Kontoauszug?

Die Abkürzung ELV steht für “Elektronisches Lastschriftverfahren” und kann immer dann auf Deinem Kontoauszug erscheinen, wenn Du in einem Laden mit Deiner Karte und Deiner Unterschrift zahlst. In diesem Fall wird das Zahlungsverfahren “offline” abgewickelt. Wenn Du im Laden hingegen mit deiner Karte und deinem PIN bezahlst, handelt es sich um die “Online-Variante”, bei der durch die Internetverbindung des Geschäfts Dein Kontostand direkt überprüft wird.

Beim ELV wird also eine elektronische Lastschrift erstellt, die Du mit Deiner Unterschrift genehmigst. Für den Zahlungsempfänger, also den Laden, ist diese Variante günstiger als die “Online-Variante”, allerdings auch mit mehr Risiken behaftet, da bei der ELV nicht überprüft werden kann, ob das Konto des Zahlenden tatsächlich gedeckt oder die Karte gesperrt ist.

EC steht für Electronic Cash und beschreibt die Bank- oder Kreditkartenzahlung mit PIN und Sperrlistenprüfung.

 Abkürzungen auf dem Kontoauszug: Eine Übersicht

Abkürzung

Bedeutung

IBAN+

SEPA IBAN Auftraggeber

BIC+

SEPA BIC Auftraggeber

EREF+

SEPA End to End-Referenz

KREF+ oder CREF +

Kundenreferenz Customer Reference

MREF+

SEPA Mandatsreferenz

CRED+

SEPA Creditor Identifier

DEBT+

Originator Identifier

COAM+

Zinskompensationsbetrag

OAMT+

Ursprünglicher Umsatzbetrag

SVWZ+

SEPA Verwendungszweck

ABWA+

Abweichender SEPA Auftraggeber

ABWE+

Abweichender SEPA Empfänger

BREF+

Bankreferenz, Instruction ID

RREF+

Retourenreferenz

Abkürzungen auf dem Kontoauszug: Eine Übersicht

 Verpasse nie wieder eine Abbuchung und prüfe jede Lastschrift sofort mit bonify

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Der Kontoradar sorgt dafür, dass Du keine Aktivitäten mehr auf Deinem Handy verpasst. Indem Du Dir Ausgabenlimits setzt, aktivierst Du den bonify Kontoradar. Dieser benachrichtigt Dich wöchentlich oder monatlich (je nachdem wie Du das möchtest), wenn Dein Konto das von Dir gesetzte Limit aufgrund von Abbuchungen oder Ausgaben überschreitet.

Sobald also etwas von Deinem Konto abgegangen ist, erhältst Du eine Email und kannst sofort die Lastschrift und die Verwendungszwecke prüfen.

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Abkürzungen im Verwendungszweck auf dem Kontoauszug

Weitere Abkürzungen im Verwendungszweck, die auf dem Kontoauszug erscheinen können:

Eref+T Mref+ Cred+De Zzz + Svwz+Elv Me

Eref+ Rcur Mref+T B Cred+De Svwz+Kd-Nr., Rg-Nr., Mobilfunkrechnung

Eref+ Mref+ Cred+De Zzz Svwz+ Olv Me

Eref+ Mref+ Cred+De Zzz Svwz+Xref Versicherungen

Eref+ Pp Paypal Mref+ Cred+Lu Zzz Svwz+Pp. Ihr Einkauf bei

Kref+ Svwz+Kwitt Datum Uhr Tan Abwa+

Beispiel für Rücklastschrift

Rcklastschrift Kd Wir Sagen Danke. Rg-N R. M Eur Rg-Nr. M Eur End-To-End-Ref.: Rckgabegrund: Mangels Deckung Ref.

Elisa Thiem

machte den Bachelor of Arts in Literaturwissenschaften in Bonn und den Master in Germanistik in Potsdam. Jetzt lebt sie ihre Leidenschaft zum Schreiben als Content und PR Manager bei bonify aus.