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Baufinanzierung: Wie viel kann ich mir leisten?

Wie viel kann ich mir bei der Baufinanzierung leisten? Um eine günstige Baufinanzierung zu bekommen solltest Du folgende Dinge beachten.
Elisa Thiem

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Elisa Thiem

12. Dezember 2018
Günstige Baufinanzierung

 1. Eigenkapital

Wie bei allen Krediten gilt es auch beim Baukredit zunächst einmal durchzukalkulieren, wie viel der gewünschten Summe bereits aus Eigenmitteln bestritten werden kann. Um eine möglichst günstige Baufinanzierung zu erhalten, solltest Du so viel Eigenkapital wie nur möglich einbringen. Dein Eigenkapital besteht aus Deinem Gesamtguthaben auf allen Konten, Depots, Lebensversicherungen, Bausparguthaben und Wertpapieren. Wenn Du einen Bürgen mit angibst, kann auch dessen Eigenkapital mit in die Rechnung einfließen.

Ebenso solltest Du die Nebenkosten eines Baus mit einplanen! Diese beinhalten Notar- und Grundbuchungskosten sowie die Grunderwerbsteuer. Je nach Bundesland unterscheiden sich die Kosten aufgrund der Grunderwerbsteuer. Im Durchschnitt macht diese bis zu 10% der Gesamtsumme aus. Die Deckung der Nebenkosten gilt als grundsätzliches Minimum bei einem Bauvorhaben. Optimal ist es darüber hinaus noch weitere 20% der Gesamtsumme aus Eigenkapital abdecken zu können, um eine günstige Baufinanzierung zu bekommen. Idealerweise kannst Du also ca. 30% der Kaufsumme aus eigenen Mitteln bestreiten.

Natürlich gibt es auch Möglichkeiten, Dein Traumhaus ohne Eigenkapital durch einen Vollkredit, bzw. 100-Prozent-Finanzierung zu realisieren. Allerdings ist diese meist mit höheren Kreditzinsen verbunden.

 2. Verfügbares Einkommen

Als nächstes musst Du möglichst genau abschätzen, wie viel Deines monatlichen Einkommens für Tilgungs- und Zinszahlungen zur Verfügung steht. Hierbei solltest Du lieber großzügig kalkulieren und mehr Ausgaben als nötig einplanen! So verhinderst Du, Dich finanziell zu übernehmen. Blicke daher auf einen längeren Zeitraum zurück und trage alle Kosten, die angefallen sind, zusammen. Plane hierbei auch jährliche Kosten und einen Puffer für ungeplante Ausgaben, wie Reparaturen oder Wegfall des Einkommens von einem Partner, mit ein. Beachte ebenso mögliche Ausgaben für Urlaub oder eine Familienplanung. Hast Du diese Ausgaben großzügig abgeschätzt, so ist der verbleibene Teil Deines Einkommens das, was Du monatlich für eine Ratenzahlung ausgeben kannst.

 3. Sondereinnahmen

Rechnest Du in Zukunft mit Sondereinnahmen, wie Boni, Einnahmen aus Lebensversicherungen oder Erbschaften, dann solltest Du bei der Bank unbedingt eine Vereinbarung zu Sondertilgungen treffen. Diese Vereinbarung sorgt zwar nicht von Anfang an für eine günstige Baufinanzierung, allerdings kannst Du durch diese Sondertilgungen Deinen Kredit früher abbezahlen und Zinsgebühren einsparen! Das lässt sich die Bank allerdings durch eine Gebühr entschädigen. Deshalb ist eine solche Vereinbarung wichtig falls Du mit Sondereinnahmen rechnest!

 4. Zinsen

Wenn Du Dich für eine Baufinanzierung entscheidest, dann hast Du zwei Möglichkeiten bei der Zinsbindungsfrist:

(1) Eine günstige Baufinanzierung mit geringerer Laufzeit und entsprechend höheren Ratenzahlungen. Falls Du allerdings den Kredit nicht rechtzeitig zurückzahlen kannst, besteht hier das Risiko, dass Du am Ende der Zinsbindungsfrist den Kredit zu höheren Zinsen verlängern musst.

(2) Eine Baufinanzierung mit einer längeren Laufzeit zu niedrigeren Zinsen, um geringere Raten zu zahlen und sich gegen das Risiko steigender Zinsen abzusichern. Das geht allerdings mit einem höheren Gesamtzinsaufwand einher.

Auf die schlussendliche Höhe des zu zahlenden Zinssatzes haben folgende Aspekte einen Einfluss: Wie viel Eigenkapital Du einbringst, die Höhe der Kreditsumme, die Zinsbindung (Laufzeit), die Tilgungshöhe pro Monat / Jahr, die Erwerbstätigkeit (Art des Einkommens) sowie Deine Bonität.

Deine Bonität bewertet die Bereitschaft, die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen vertragsgemäß zu erfüllen. Hast Du eine schlechte Bonität, bedeutet das, dass bei Dir die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalles höher ist. Falls Du eine schlechte Bonität haben solltest, stellst Du somit ein größeres Risiko für die Bank dar. Das führt dazu, dass die Zinsen höher sind. Das Gegenteilige gilt bei einer guten Bonität. Du wirst als zuverlässiger Kunde eingeschätzt und profitierst so von einem niedrigen Zinssatz. Deswegen ist es besonders wichtig, dass Du, bevor Du einen Antrag für eine Baufinanzierung stellt, Deine Bonität prüfst!

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Elisa Thiem

Elisa Thiem

machte den Bachelor of Arts in Literaturwissenschaften in Bonn und den Master in Germanistik in Potsdam. Jetzt lebt sie ihre Leidenschaft zum Schreiben als Content und PR Manager bei bonify aus.