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Bonitätsprüfung für Privatpersonen: Warum das so wichtig ist!

Eine regelmäßige Bonitätsprüfung für Privatpersonen ist aus mehreren Gründen wichtig! Im folgenden Artikel erklären wir Dir, warum das so ist und was Bonität eigentlich bedeutet.

text von

Elisa Thiem

4. Dezember 2018

 Was ist Bonität?

Bonität beschreibt, für wie kreditwürdig Dich Auskunfteien einschätzen. Die Bonität besteht aus zwei Aspekten, Deinem Bonitätsscore und Deinen Bonitätsdaten:

Der Bonitätsscore ist ein Wahrscheinlichkeitswert, der basierend auf mathematisch-statistischen Verfahren berechnet wird und beschreibt, wie wahrscheinlich es bei Dir zu Zahlungsausfällen kommen kann. Wie genau welche Faktoren gewichtet werden, bestimmen die Auskunfteien selbst und geben es nicht öffentlich bekannt. Der Algorithmus unterliegt dem Geschäftsgeheimnis der Auskunfteien und ist für Außenstehende somit oft nicht nachvollziehbar.

Das was aber einsehbar ist, sind Deine Bonitätsdaten auf denen basierend der Bonitätsscore berechnet wird. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um persönliche Daten wie Name, Geburtstag und Anschrift sowie um Daten aus öffentlichen Registern und Daten von Partnerunternehmen von Auskunfteien. Dich interessiert dieses Thema? Dann lies hier mehr zu Bonitätsdaten.

 Relevante Daten bei der Bonitätsprüfung für Privatpersonen

Bei der Bonitätsprüfung für Privatpersonen sind folgende Daten von Relevanz: 

Dein Score wird basierend auf folgenden Daten berechnet:

Personendaten (Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Adresse)

Zahlungserfahrungen (vor allem Zahlungsunregelmäßigkeiten, aber auch positive Merkmale, wie die erfolgreiche und pünktliche Zahlung eines Kredites)

Inkassodaten (Rechnungen, die nach der 2. Mahnung noch nicht beglichen sind)

Gerichtsdaten (sog. harte Negativmerkmale, wie Haftbefehle oder eidesstattliche Versicherungen)

Insolvenzverfahren (Wenn Du Privatinsolvenz anmelden musst, da Du nicht in der Lage bist, Deine Zahlungsverpflichtungen zu begleichen)

Existierende Kreditverpflichtungen

Daten zur Einkommenssituation, zu Deinem Arbeitgeber, dem Familienstand oder der Konfession werden bei der Bonitätsprüfung für Privatpersonen nicht berücksichtigt.

Bewirbst Du Dich allerdings auf einen Kredit oder eine neue Wohnung, wird Dein Einkommen, Anstellungsverhältnis und Familienstand oft separat geprüft.

 Wann und warum eine Bonitätsprüfung für Privatpersonen durchgeführt wird

Unternehmen, die bei Dir ein kreditorisches Risiko übernehmen, möchten vor dem Vertragsabschluss wissen, wie vertrauenswürdig bzw. kreditwürdig Du bist. Also wie zuverlässig Du Deine Rechnungen bezahlen wirst. Unternehmen, die eine Bonitätsprüfung für Privatpersonen durchführen, sind bspw. Telekommunikationsunternehmen, Gas- und Stromanbieter, wie Banken und Vermieter.  

Hast Du eine schlechte Bonität, also eine hohe Zahlungsausfallwahrscheinlichkeit, bedeutet das, dass Du für das Unternehmen ein größeres Risiko darstellst. Das kann dazu führen, dass Du höhere Konditionen, z.B. Zinsen, zahlen musst oder sogar im Extremfall für einen Vertrag oder einen Kredit abgelehnt wirst.

Hast Du eine gute Bonität, wirst Du als zuverlässiger Kunde eingestuft. Das wird mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einer positiven Vertragsentscheidung sowie mit günstigeren Konditionen belohnt. Hast Du also eine gute Bonität, kannst Du damit viel Geld sparen!

 Tipps, wie Du Deine Bonität verbessern kannst!

Um eine gute Bonität zu halten bzw. zu bekommen, solltest Du regelmäßig eine Bonitätsprüfung für Privatpersonen durchführen! So kannst Du kontrollieren, welche Daten über Dich gespeichert sind und ob diese alle der Wahrheit entsprechen. Denn über ein Drittel der Bonitätsinformationen sind fehlerhaft, unvollständig oder veraltet. So kann Deine Bonität unberechtigterweise schlechter ausfallen als sie eigentlich sein sollte und ebenso zukünftige Vertrags- und Kreditentscheidungen negativ beeinflussen.

Hast Du Einträge in Deiner Bonität, empfehlen wir Dir, die Löschfristen immer im Blick zu haben!Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Wenn Du weißt, wann Dein Eintrag gelöscht werden soll, kannst Du das ganz einfach kontrollieren. Eine Übersicht der Löschfristen findest Du hier. Zudem solltest Du darauf achten, nicht mehr Kreditkarten zu besitzen als nötig und Deinen Disporahmen nicht zu oft um mehr als 20% zu nutzen. Der goldene Schlüssel zu einer guten Bonität ist, Deine Rechnungen immer vertragsgemäß und pünktlich zu begleichen!

 Und so prüfst Du Deine Bonität:

Laut Erwägungsgrund 63 des DSGVO ist es Verbrauchern nun möglich, ihre Auskunft mehr als einmal im Jahr, allerdings in angemessenen Abständen, zu prüfen. Die Auskunft kannst Du elektronisch anfordern, dennoch kann das bis zu 4 Wochen dauern. Weitere Informationen zu dem Thema DSGVO und Deinem Auskunftsrecht findest Du in diesen Artikel über Neuerungen im Auskunftsrecht. 

Einfacher geht es mit bonify! bonify bietet eine kostenlose Bonitätsprüfung für Privatpersonen.Die Anmeldung nimmt nur 2 Minuten in Anspruch. So kannst Du direkt online Deinen Bonitätsscore sowie Deine Bonitätsdaten einsehen. Solltest Du Einträge entdecken, die nicht der Wahrheit entsprechen, kannst Du diese schnell und einfach korrigieren lassen. Ebenso zeigen wir Dir Tipps und Tricks, wie Du von Deiner Bonität profitieren kannst. Neugierig geworden? Dann melde Dich jetzt kostenlos an!

Elisa Thiem

machte den Bachelor of Arts in Literaturwissenschaften in Bonn und den Master in Germanistik in Potsdam. Jetzt lebt sie ihre Leidenschaft zum Schreiben als Content und PR Manager bei bonify aus.