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Weihnachtsgeschenke und Bonität? Auch das hängt zusammen

Speziell zu Weihnachten spielt Bonität eine Rolle. Die Ausgaben überhäufen sich und man verliert schnell den Überblick. Schon droht die Verschuldung.
Elisa Thiem

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Elisa Thiem

11. Dezember 2018
Weihnachten und Bonität

Spätestens zur Weihnachtszeit werden viele zu Jägern – nach den perfekten Geschenken für die Liebsten. Die Monate November und Dezember sind für den Einzelhandel in Deutschland stets die umsatzstärksten des ganzen Jahres und die Tendenz ist steigend. Während im letzten Jahr 91,8 Milliarden Euro Umsatz verbuchen konnte, wird diese Summe von den Prognosen für 2017 (94,5 Milliarden Euro) noch getoppt. Laut einer Studie der GfK-Marktforscher planen die Deutschen im Schnitt 285 Euro für Geschenke auszugeben. (Die beliebtestenGeschenke sind übrigens Bücher.)

Die Gefahr für Deinen Geldbeutel in der Weihnachtszeit liegt vor allem an der Fülle der Ausgaben. Nicht nur Geschenke müssen besorgt werden, eventuell benötigst Du auch neue Winterkleidung, die Weihnachtszeit ist Glühweinzeit, Besuche auf dem Weihnachtsmarkt gehen ebenso ins Geld wie regelmäßige Dinnerpartys zu Adventssonntagen und Co.

Bei solch horrenden Summen wundert es nicht mehr, dass Weihnachtsgeschenke und Bonität zusammenhängen: Speziell für größere Investitionen, Ratenkäufe oder Abschlüsse von neuen Verträgen wird Deine Bonität immer geprüft. Selbst wenn Du Weihnachtsgeschenke online bestellst und diese mit dem Kauf auf Rechnung zahlen möchtest, prüft der Shop Deine Bonität und entscheidet anhand derer, ob Dir ein Kauf auf Rechnung überhaupt bewilligt wird oder nicht und welcher Betrag Dir eingeräumt wird.

Wie Du Deiner Bonität in der Weihnachtszeit nicht schadest, auch wenn gerade jetzt die Verlockung zu großen Ausgaben hoch ist, verraten Dir folgende Tipps:

 1 Mache einen Ausgabenplan und plane Geschenke sorgfältig

Was Deiner Bonität am meisten schadet – egal ob zu Weihnachten oder im Sommer – sind unerfüllte Zahlungsforderungen, die im schlimmsten Fall in einen Negativeintrag münden. Diesen Extremfall solltest Du vermeiden. Eine Studie von LifeFinance besagt, dass rund 3,4 Millionen Deutsche im Jahr 2017 vorhaben, einen Kredit zu Weihnachten aufzunehmen. Nimm Dir daran kein Beispiel und mache lieber das Beste aus Deinem vorhandenen Budget. Auf diese Weise schaden die Weihnachtsgeschenke Deiner Bonität nicht.

Indem Du Deine kommenden Ausgaben auflistest, erhältst Du einen Überblick darüber, wieviel Geld Du für die Weihnachtszeit benötigst und was für Dich möglich ist.

In Deine Aufstellung gehören nicht nur Pläne für Weihnachtsgeschenke, sondern auch ein Budget für Naschwerk und den Einkauf über die Feiertage, anfallende Rechnungen und alles, was zu Deinem Haushaltsplan, also monatlichen Ausgaben, noch so gehört. Wenn Du den Betrag berechnet hast, der Dir für Weihnachtsgeschenke zur Verfügung steht, geht es an die Arbeit. Vergleiche Preise, halte Ausschau nach Angeboten und kaufe mit Bedacht. Beschenke Deine Liebsten lieber im Rahmen Deiner Möglichkeiten, als Dich für Geschenke zu verschulden.

 2 Ein Ratenkredit für Geschenke? Lieber nicht

Die Verlockung ist enorm: Überall wird mit Ratenkäufen, Null-Prozent-Finanzierungen und einmaligen Sonderangeboten geworben. “Wenn Du jetzt nicht zuschlägst, ist die Chance vertan!”

Lass Dich davon nicht beeinflussen. Kredite solltest Du nur dann aufnehmen, wenn es wirklich nötig ist. Unnötige Ratenkredite für Weihnachtsgeschenke können Deiner Bonität schaden, wenn Du im Zuge dessen plötzlich nicht mehr im Stande bist, diese abzuzahlen.

Das gilt auch für das Nutzen Deiner Kreditkarte für Weihnachtsgeschenke. Indem Du mit der Kreditkarte zahlst, gibst Du im Grunde Geld des nächsten Monats aus. Das kann genau dann gefährlich werden, wenn Du den Überblick verlierst und plötzlich im nächsten Monat in Geldnot gerätst, was wiederum Deine Bonität beeinflussen kann.

 3 Den Dispo für Weihnachtsgeschenke ausreizen = nein

Der Dispokredit gehört zu den teuersten Krediten überhaupt; mit laut Finanztest im Schnitt bis zu 9,8% Zinsen. Nicht selten betragen Dispozinsen bei Großbanken sogar mehr als 10%. Nimm auch in der Weihnachtszeit Abstand davon, Dein Konto auszureizen. Überziehst Du diesen nämlich, heißt das nur, dass Du das neue Jahr mit Geldknappheit beginnst. Kein schöner Start.

ÜbrigensRund 71 Prozent aller Schulden, die zu Weihnachten gemacht werden, kommen aus überzogenen Dispokrediten.

Solltest Du bemerken, dass Du ständig im Dispo bist und schwer wieder ins Plus gerätst, lohnt sich eventuell eine Umschuldung. Mehr zu diesem Thema findest Du in unserem Umschuldungsratgeber.

Anstatt Dich für Weihnachtsgeschenke zu verschulden und somit Deiner Bonität zu schaden, kaufe und schenke lieber mit einem Blick auf Deine Finanzen. Persönliche Geschenke wie Bücher, die Du auch gebraucht für nur ein paar Euro erstehen kannst, Briefe, Fotoalben, selbstgemachtes Gebäck oder Einladungen zu einem selbstgekoch

 Und fürs nächste Jahr im Voraus planen

Weihnachten kommt nicht überraschend. Wenn Du gern teure Geschenke machst und dazu neigst an Weihnachten viel auszugeben, dann lege doch schon im Laufe des Jahres Geld zur Seite oder sammle Deine Geschenke schon vorher. Immer wenn Du eine schöne Geschenkidee hast, die gerade reduziert erhältlich ist, schlage zu und verteile so Deine Ausgaben gleichmäßig. Das gestaltet die Weihnachtszeit stressfreier und lässt auch Deine Bonität aufatmen.

 Weihnachtsgeschenke und Bonität

Deine Bonität, also Kreditwürdigkeit, drückt Deine Zahlungsfähigkeit und Deinen Zahlungswillen aus und setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Entscheidenden Einfluss auf Deine Bonität hat neben persönlichen Daten Deine Zahlungshistorie. Zahlst Du Rechnungen und Raten stets pünktlich, wirkt sich das positiv auf Deine Bonität und somit Deinen Bonitätsscore aus. Gerätst Du mit Zahlungen in Verzug, erhältst Mahnungen, die im schlimmsten Fall in Inkassoverfahren münden, wirkt sich das negativ auf Deine Bonität aus.

Finanzielle Entscheidungen sollten genau aus diesem Grunde immer mit viel Bedacht und Verantwortung getroffen werden. Gehe nicht leichtsinnig Ratenkäufe und Finanzierungskäufe ein, schließe keine Ratenkredite für Geschenke ab oder reize Dein Kreditkartenvolumen aus und überziehe auch Deinen Dispo nicht zur Weihnachtszeit, sondern schenke Deinen finanziellen Möglichkeiten entsprechend. Speziell die Angebote der Abzahlung entlastet Dich nicht, sondern verschiebt die Schulden nur nach hinten. Genau in solchen Fällen hängen Weihnachtsgeschenke und Bonität eng zusammen und so können unüberlegte Kaufentscheidungen im Extremfall sogar Deiner Bonität schaden.   

Habe Deine Bonität also im Blick und zwar das ganze Jahr über

Kennst Du Deinen Bonitätsscore? Deine Bonität entscheidet darüber, ob Dir Verträge und Kredite bewilligt werden und zu welchen Konditionen. Je höher Dein Score, desto höher die Annahmewahrscheinlichkeit. Neben kostenlosen Bonitätsprüfungen bietet bonify Dir außerdem auf Deine Bonität abgestimmte Kredite, den Finanzmanager, der Dir Einnahmen und Ausgaben auflistet und Dir somit einen guten Überblick über Deine Finanzen liefert, die FinFitness, den Sparradar und vieles mehr.

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Elisa Thiem

Elisa Thiem

machte den Bachelor of Arts in Literaturwissenschaften in Bonn und den Master in Germanistik in Potsdam. Jetzt lebt sie ihre Leidenschaft zum Schreiben als Content und PR Manager bei bonify aus.