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Der Dispokredit – Was ist das und wie gehe ich mit ihm um

Über Dispokredite wird nicht gern gesprochen. Unser Artikel verrät, was genau ein Dispokredit ist, wie man mit ihm umgeht und welche Alternativen es gibt.

17. Dezember 2018

Der Dispokredit, auch Dispositionskredit genannt, beschreibt ein Kreditlimit, das für einen Girokontoinhaber festgelegt wurde. Dieses Limit wird von der Bank bestimmt und orientiert sich an dem regelmäßigen monatlichen Einkommen des Kontoinhabers. Bei einem finanziellen Engpass hat man also direkt die Möglichkeit, sein Konto zu überziehen, ohne dafür vorher bürokratischen Aufwand tätigen zu müssen.

Dispokredite haben allerdings den Nachteil von höheren Zinssätzen. Alles, was es sonst noch zu diesem Thema zu wissen gibt, erfährst Du hier!

 Wie erhalte ich einen Dispokredit?

Wer sich einen Dispokredit einrichten möchte, geht zu seiner Bank oder meldet diesen online an.

 Wie wird die Höhe meines Dispokredits festgelegt?

Die Banken orientieren sich bei der Kreditsumme an dem kontinuierlichen Einkommen und der Kreditwürdigkeit des Kontoinhabers. Privatpersonen erhalten in der Regel einen Disporahmen von zwei bis drei Monatsgehältern.

Um sicherzugehen, dass Du auch zuverlässig Deinen Dispokredit begleichen kannst, holt die Bank sich Deine Bonität von sogenannten Auskunfteien ein und bewertet anhand Deiner Kreditwürdigkeit, wie hoch dein Dispolimit ausfällt.

Um herauszufinden, bei welcher Auskunftei Deine Bonität abgefragt wird, wende Dich am Besten direkt an Deine Bank. Oft fragen Banken die Bonität auch von mehreren Auskunfteien ab. Zu den bekanntesten Auskunfteien in Deutschland gehören die SCHUFA, die Creditreform Boniversum und Arvato infoscore.

 Dispokredite: Wo ist der Haken?

Auch wenn sich die Flexibilität und Schnelligkeit dieser Kredite verlockend anhört, sollte man nicht vergessen, dass die Zinssätze im Vergleich zu anderen Krediten sehr hoch sind. Nutzt man den Dispositionskredit, fallen täglich Sollzinsen an, die sich von Bank zu Bank unterscheiden. Wer dazu geneigt ist, seinen Dispokredit zu nutzen, sollte sich im Vorfeld sehr genau über die Zinssätze bei den verschiedenen Banken informieren. Der durchschnittliche Zinssatz großer Banken liegt im Moment bei circa 11 %.

Wenn Kunden einer Bank den Dispokredit über 6 Monate zu 75 % oder mehr nutzen, ist die Bank dazu verpflichtet, die Kunden zu beraten. Denn oft sind in diesem Fall Ratenkredite, mit niedrigeren Zinsen als der Dispokredit, günstiger.

 Was, wenn ich meinen Dispokredit überziehe?

Eine Überziehung ist nicht bei jeder Bank möglich, sollte es in Deinem Fall aber dazu kommen, werden nun Überziehungszinsen fällig. Diese Überziehungszinsen sind noch mal höher, als der Dispozins und sollten vermieden werden.

 Kann die Bank meinen Dispokredit kündigen?

Wenn die Bank der Meinung ist, dass das Risiko eines Zahlungsausfalles bei Dir zu hoch ist oder über die Zeit zugenommen hat – was zum Beispiel bei Arbeitslosigkeit oder Privatinsolvenz der Fall sein kann – kann die Bank den Dispokredit sogar fristlos kündigen. In anderen Fällen gilt eine Frist von 30 Tagen, in denen der Kredit dann auch zurückgezahlt werden muss.

 Der Dispokredit: Pro und Kontra

Pro Dispokredit

Kontra Dispokredit

+ schnell (für finanzielle Notfälle)

– hohe Zinssätze

+ flexibel

– Gefahr, in einen Teufelskreis der Verschuldung zu geraten

+ kein bürokratischer Aufwand

– beim Überziehen des Dispokredites wird es noch teurer

Der Dispokredit: Pro und Kontra

 Was sind die Alternativen zum Dispokredit?

Bei einem finanziellen Engpass kann zunächst auf Tagesgeldkonten oder Sparbücher zugegriffen werden. Auch Kreditkarten mit monatlicher Abrechnung sind eine gute Alternative, um den Dispokredit zu umgehen. Wer seinen Dispokredit regelmäßig in Anspruch nimmt, kann diesen mit einem Ratenkredit umschulden. Hier sind die Zinssätze deutlich niedriger. Die Ratenzahlung erfolgt monatlich mit einer bestimmten Summe.

 bonify verrät Dir, wie Du Schulden vermeiden kannst:

Schulden entwickeln sich oft, weil man seine Finanzen kaum oder gar nicht im Blick hat. Wer sich bei bonify registriert, hat Einnahmen und Ausgaben immer im Blick und kann anhand von Filtern sehen, wofür wie viel Geld ausgegeben wurde.

Tipps:

Überprüfe, ob alle Ausgaben wirklich nötig waren und wo Sparpotenzial herrscht.

Vergleiche Konditionen für Kredite sorgfältig.

Versuche erst gar nicht Schulden zu machen bzw. Dein Konto zu überziehen.

Informiere Dich gründlich, wenn es um Strom- und Handyverträge und dergleichen geht, und entscheide Dich für günstige Varianten.

Zahle Fixkosten so früh wie möglich, damit Du weißt, was Du nach deren Abzug noch zur Verfügung hast.

Bezahle Rechnungen sofort. Das zuverlässige Zahlen von Rechnungen hat einen positiven Einfluss auf Deinen Bonitätsscore.

 Mit dem bonify Finanzvergleich den Dispokredit umschulden

In unserem Kredit-Vergleichsrechner kannst Du im Verwendungszweck „Umschuldung“ eingeben und Dir verschiedene Kreditangebote einholen und so Geld sparen.

Bei bonify kannst Du Deinen Bonitätsscore und die Bonitätsinformationen einsehen. So bekommst Du ein Gefühl dafür, welche Daten gespeichert werden und worauf Du in Zukunft achten solltest. Zudem zeigen wir Dir Möglichkeiten auf, wie Du Deine Bonität und Kreditwürdigkeit optimieren kannst. Solltest Du in Deinen Bonitätsinformationen Einträge finden, die nicht der Wahrheit entsprechen, hast Du bei bonify die Möglichkeit diese ganz einfach und unkompliziert unserer Partnerauskunftei, der Creditreform Boniversum, zu melden und zu korrigieren. Melde Dich jetzt bei bonify an und finde heraus, wie Du Deine Finanzen optimieren kannst.