×

Wie Banken Deine Bonität prüfen

Banken prüfen Deine Bonität. Deine Bonitätsprüfung entscheidet, ob und zu welchen Konditionen Du einen Kredit, ein Girokonto und andere Produkte erhältst.
Elisa Thiem

text von

Elisa Thiem

11. Dezember 2018
Was ist eine Autobank - Banken und Bonität

Deine Bonität ist einer der wichtigsten Faktoren beim Abschluss eines Kredits: Mit der Bewertung Deiner Bonität versucht die Bank bei der Kreditvergabe das Risiko von Zahlungsausfällen vor Abschluss des Vertrags genau einzuschätzen. Im Besonderen prüfen Banken zwei Aspekte: Die persönliche und materielle Kreditwürdigkeit.

Die persönliche Kreditwürdigkeit ergibt sich aus subjektiv-persönlichen Eigenschaften. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die “Zahlungswilligkeit” sowie die Zuverlässigkeit bzw. Glaubwürdigkeit des Antragstellers. Dazu wird beispielsweise der ausgeübte Beruf bzw. die Dauer des aktuellen Arbeitsverhältnis wie auch der Familienstand überprüft. Die materielle Kreditwürdigkeit ergibt sich aus den aktuellen Fakten und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, wie beispielsweise den Einkommens- und Vermögensstrukturen.

Weiterhin werden für die materielle Kreditwürdigkeit auch Bonitätsdaten über den Antragsteller bei einer der deutschen Auskunfteien (z.B. SCHUFA, Creditrefrom Boniversum) abgefragt. Bei den Auskunfteien werden Daten darüber gespeichert, ob in der Vergangenheit Kredite und Rechnungen zuverlässig beglichen wurden. Zudem können Informationen über aktuell offene Kredite und Inkasso- oder Gerichtsdaten dort vorliegen. Wurden unbestrittene Zahlungsstörungen bei der Auskunftei gespeichert, kann die kreditgebende Bank diese Informationen einsehen.

Bevor die Bonität jedoch von den Banken abgefragt wird, muss der zu überprüfende Kunde seine Einwilligung geben. Wenn bei einer Auskunftei Negativmerkmale über eine Person vorliegen, beeinflussen diese die Bonität negativ. Gleichzeitig bedeutet das für die Bank, dass die Zahlungsausfallwahrscheinlichkeit für den Kunden steigt und so auch das Risiko für die Bank.

Die persönliche und materielle Kreditwürdigkeit hat bei der schlussendlichen Entscheidung der Bank auf mehrere Faktoren Einfluss:

Kreditzusage bzw. -absage

Kredithöhe und -laufzeit

Zinssatz bzw. sonstige Konditionen.

Beim Abschluss eines Kredits ist zu beachten, dass aufgrund der o.g. Faktoren beispielsweise der individuell angebotene Zinnsatz deutlich von dem beworbenen Zinssatz der Bank abweichen kann. Wirbt die Bank z.B. mit einem Zinssatz von “ab 3%” auf Kredite, kann es sein, dass Du aufgrund Deiner persönlichen und materiellen Kreditwürdigkeit einen Zinssatz von 6% oder höher angeboten bekommst.

Zum einen könnte das daran liegen, dass bei den Auskunfteien ein veralteter oder falscher Negativeintrag über Dich vorliegt. Deswegen ist es immer wichtig, Deine Bonitätsdaten im Blick zu behalten und auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Somit kannst Du die Angebote der Bank besser nachvollziehen und sicherstellen, dass Du nicht zu Unrecht durch fehlerhafte und/oder unvollständige Einträge benachteiligt wirst.

Die Verwendung von Bonitätsüberprüfungen hat jedoch dazu geführt, dass der Anteil “gesunder” bzw. vertragsgemäß bedienter Bankkredite im Jahr 2011 in Deutschland bei 97% lag. Die somit verhältnismäßig solide und moderate Verschuldung in Deutschland ist laut Experten auf die Professionalität und Validität des Scorings der Bonität zurückzuführen (Quelle: Creditreform Boniversum).

Auch Interessant: Die Bankauskunft

bonify hilft Dir, kostenlos und einfach Deine Bonität einzusehen, auf Fehler zu überprüfen und zu korrigieren. Du erhältst auch Tipps, welche weiteren Möglichkeiten bestehen, um Deinen Bonitätsscore zu verbessern. Daher melde Dich heute noch kostenlos an!

Elisa Thiem

Elisa Thiem

machte den Bachelor of Arts in Literaturwissenschaften in Bonn und den Master in Germanistik in Potsdam. Jetzt lebt sie ihre Leidenschaft zum Schreiben als Content und PR Manager bei bonify aus.