10 lukrative Nebenjobs, die dein Einkommen aufbessern!

Wenn schon vor dem Ende des Monats das Konto leer ist, kannst du entweder den Gürtel enger schnallen oder dir einen Nebenjob suchen. Wir zeigen dir die zehn besten Möglichkeiten, um etwas Geld dazuzuverdienen.

Julia Ptock
Nebenjob und Hauptjob

Nebenbei Geld verdienen? Warum eigentlich nicht?! Es gibt viele Möglichkeiten, mit denen du dein Einkommen aufbessern und dir ein paar Euro im Monat dazu verdienen kannst. Aber: Ein Nebenjob ist immer mit Arbeit verbunden, niemand schenkt dir einfach so Geld. Allerdings fällt die Stundenzahl sehr viel niedriger als bei einem Vollzeit-Job aus. Außerdem lassen sich dank Digitalisierung viele Jobs auch von zu Hause aus erledigen. 

Auch wenn sich einige Jobs vom Sofa aus erledigen lassen, solltest du dir immer bewusst sein, dass ein Nebenjob Zeit in Anspruch nimmt. Aus diesem Grund solltest du neben deinem Hauptjob - egal ob Arbeitnehmer, Selbstständiger, Schüler, Student oder Rentner - auf jeden Fall noch ein paar Stunden am Tag übrig haben. Wie viel Zeit du für einen Nebenjob aufbringen musst, hängt dabei natürlich von der Tätigkeit ab, die du als Nebenverdienst ausüben möchtest. 

 Vorteile eines Nebenjobs

Der wohl größte und offensichtlichste Vorteil eines Nebenjobs ist ganz klar das zusätzliche Einkommen. Da es sich bei Nebenverdiensten zudem meist um einfache Arbeiten handelt, benötigst du nur in den seltensten Fällen ein spezifisches Fachwissen. Das bedeutet für dich, dass du bei der Auswahl ziemlich flexibel bist. Wenn du natürlich Qualifikationen hast, ist das von Vorteil und hebt dich von den anderen Bewerbern ab. 

Da du deinen Lebensunterhalt durch deine Haupttätigkeit sicherst, kannst du einen Nebenjob auch ganz schnell und unproblematisch durch einen anderen austauschen. So musst du dich nicht länger als nötig mit einer Tätigkeit rumschlagen, die dir nicht zusagt. 

 Vollzeitjob und Nebenjob? Das musst du beachten

Wenn du bereits einem Vollzeitjob nachgehst, kannst du im Monat bis zu 450 Euro dazu verdienen. Nimmst du einen der sogenannten Minijobs an, musst du aber einiges beachten. 

 Steuern

Die gute Nachricht zuerst: Bist du Vollzeit tätig und nimmst dazu noch einen 450-Euro-Job an, ist das mit Blick auf die Steuer besonders günstig. Das liegt daran, dass du Steuern nämlich nur auf deine Haupttätigkeit zahlst. Die Steuern und Sozialabgaben für den 450-Euro-Job werden vom Arbeitgeber abgeführt. Dazu muss der Arbeitgeber den Arbeitnehmer bei der Minijobzentrale der Knappschaft anmelden. Diese verlangt vom Arbeitgeber dann eine pauschale Abgabe von 22 Prozent der 450 Euro, also 99 Euro.

Das bedeutet, dass mit dieser Abgabe alle steuerlichen und sonstigen Abgabeverpflichtungen des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers erfüllt sind. Für dich heißt das, dass du das Einkommen aus dem Minijob nicht mehr in deiner Steuererklärung angeben musst.

 Informationspflicht

Wenn du dich dazu entschieden hast, einen Nebenjob auf 450-Euro-Basis aufzunehmen, musst du unbedingt den Arbeitgeber deines Vollzeitjobs darüber informieren und dir eine Genehmigung einholen. Wenn keine Erlaubnis deines Arbeitgebers für eine Nebentätigkeit vorliegt, kann er dir fristlos kündigen. Wir empfehlen dir, die Genehmigung schriftlich geben zu lassen. 

Der Arbeitgeber dir aus folgenden Gründen die Aufnahme des Nebenjobs verweigern:

Der Arbeitnehmer arbeitet mit Vollzeit- und Nebenjob mehr als 60 Stunden pro Woche.

Der Arbeitnehmer könnte aus nachweisbaren Gründen durch die Nebentätigkeit an der Ausübung der Haupttätigkeit gehindert werden.

Der Nebenjob steht in direkter Konkurrenz zum Arbeitgeber.

 Mehrere Jobs miteinander kombinieren

Du kannst natürlich mehrere Nebenjobs - in diesem Fall Minijobs - haben. Die Bedingung ist jedoch, dass du nicht mehr als 450 Euro pro Monat verdienst. Wenn du also keinen Hauptjob hast, kannst du ohne Probleme mehrere Minijobs gleichzeitig haben. Wenn du mehr als 450 Euro pro Monat mit Minijobs verdienst, wird es problematisch, da du dann eigentlich sozialversicherungspflichtig bist.

 Midijob und Minijob kombinieren

Neben Minijobs (450 Euro) gibt es auch noch sogenannten Midijobs. Bei Midijobs verdienst du mehr als 450 Euro, aber weniger als 850 Euro. Diese Jobs werden ganz normal wie jeder andere Teilzeitjob über die Lohnsteuerkarte abgerechnet. Allerdings fallen innerhalb dieser Verdienstgrenze geringere Sozialversicherungsbeiträge für dich an. 

Wenn du einen Midi- und einen Minijob kombinieren willst, ist das problemlos möglich. Allerdings musst du beachten, dass der Gesamtverdienst nicht über 850 Euro liegt. Kommst du über die Einnahmegrenze musst du nämlich die vollen Beiträge zur Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung zahlen. 

 Hauptjob, Minijob und kurzfristige Beschäftigung kombinieren

Wenn du richtig in die Vollen gehen und schnell dein Einkommen aufbessern willst, kannst du neben Haupt- und Minijob auch noch eine kurzfristige Beschäftigung aufnehmen. 

Bei einer kurzfristigen Beschäftigung übst du als Arbeitnehmer im Laufe eines Kalenderjahres auf maximal drei Monate am Stück oder 70 Arbeitstage eine Arbeit aus. Wichtig ist, dass es sich bei der kurzfristigen Beschäftigung nicht um deine Haupteinkommensquelle handelt. 

Das Gute an der Kombination Hauptjob, Minijob und kurzfristige Beschäftigung ist, dass du keine weiteren Abgaben zahlen musst - außer natürlich auf deinen Hauptjob. Die Einnahmen aus der kurzfristigen Beschäftigung werden nicht mit dem Einkommen aus dem 450-Euro-Job zusammengerechnet. 

 Die lukrativsten Nebenjobs 

Fahrradkurier // bis zu 20 Euro pro Stunde

Wenn die Straßen verstopft sind, schlägt die Stunde der Fahrradkuriere. Der Nebenjob wird häufig in Großstädten angeboten. Die Arbeitszeiten sind meist flexibel, genauso wie die Sachen, die du transportierst. 

Aufgrund der körperlichen Anstrengung kannst du mit rund 13 Euro pro Stunde rechnen. Besonders erfahrene Kuriere können sogar bis zu 20 Euro die Stunde verdienen. Der Verdienst ist aber auch immer davon abhängig, wie viele Aufträge du übernimmst bzw. wie viel Sendungen du ausliefern kannst. Außerdem solltest du was das Wetter angeht ziemlich unempfindlich sein - wer als Fahrradkurier Geld verdienen will, schwingt sich auch bei Schnee und Regen aufs Rad. 

Babysitter // bis zu 15 Euro pro Stunde

Wer glaub, dass Babysitter in Deutschland nicht gefragt sind, der irrt. Immer mehr Eltern sind auf der Suche nach vertrauenswürdigen und zuverlässigen Aufpassern, die sich umfassend um die Kinder kümmern. 

Eltern lassen sich die Betreuung ihrer Kinder gern etwas kosten. Als Babysitter sind Stundenlöhne zwischen zehn bis 15 Euro drin. Grundsätzlich ist die Bezahlung von Babysittern allerdings Verhandlungssache.

Stockfotograf // abhängig von der Plattform

Du liebst es Fotos zu machen? Dann solltest du testen, ob du deine Bilder auf sogenannten Stockfoto-Plattformen verkaufen kannst. Der Job ist zeitlich extrem flexibel und eignet sich sowohl für Hobby- als auch für (Semi-)Profi-Fotografen. 

Der Verdienst hängt jedoch von der Qualität der Fotos sowie von der Plattform ab. Besonders praktisch: Sind die Bilder einmal auf der Plattform hochgeladen, generierst du ein passives Einkommen. Du musst dich dann also um nichts mehr kümmern und verdienst trotzdem Geld.  

Nachhilfelehrer // abhängig von Qualifikation und Fach

Gerade in Zeiten von Corona sind viele Eltern und auch Schüler auf der Suche nach Nachhilfelehrern. Das Tolle an diesem Job ist, dass deine Einsätze als Nachhilfelehrer flexibel planbar sind. Die Bezahlung kann sich auch sehen lassen, denn Eltern willen, dass ihre Kinder in der Schule gute Noten haben. Je nachdem, wie viel Zeit du hast, kannst du auch gleich mehreren Kindern Nachhilfe geben. Dank Videochats musst du dafür nicht mal deine Wohnung verlassen. 

Voraussetzung für den Job als Nachhilfelehrer ist natürlich das notwendige Fachwissen. Zusätzlich sind soziale Kompetenz, Einfühlungsvermögen und Spaß am Umgang mit den (meist) jungen Leuten wichtig.

Tiersitter // bis zu 30 Euro pro Einsatz

Du hast selbst kein Haustier, bist aber großer Tierfreund? Dann solltest du überlegen, ob du dir nicht als Tiersitter Geld dazu verdienen kannst. Du kannst zum Beispiel mit Hunden Gassi gehen oder Katzen betreuen, wenn die Herrchen in den Urlaub fahren. 

Der Job eignet sich vor allem für zuverlässige und tierliebe Menschen, die Erfahrung im Umgang mit Tieren haben. Der Verdienst hängt dabei wie so oft von den individuellen Qualitäten und dem Umfang der Tätigkeit ab. Eine Ganztagsbetreuung bringt mehr Geld ein als „nur" Gassi gehen.

Mysteryshopper oder Testanrufer // abhängig vom Umfang

Als Mysteryshopper oder Testanrufer testest du den Service und die Qualität von Unternehmen. Mysteryshopper kommen in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz, zum Beispiel im Einzelhandel, in Restaurants, Banken und vielem mehr. Nach dem Test muss in der Regel ein Fragebogen ausgefüllt und ein kurzer Testbericht verfasst werden. 

Ein Testkäufer-Job eignet sich vor allem für Personen mit einer guten Auffassungsgabe und gutem Erinnerungsvermögen. Die Vergütung hängt in der Regel von der Art und dem Umfang des Tests ab.

Blut- und Plasmaspender // bis zu 25 Euro Aufwandsentschädigung

Wer Blut oder Blutplasma spendet, verdient Geld und tut nebenbei auch noch was Gutes. Aber Obacht: In Deutschland erhalten Spender keine Bezahlung, sondern eine Aufwandsentschädigung - das können auch kleine Geschenke oder Gutscheine sein. Viele Anbieter, insbesondere die staatlich-kommunalen sowie die privatwirtschaftlichen Blutspendedienste oder Uni-Kliniken, zahlen allerdings eine Aufwandsentschädigung.

Für Vollblutspenden wird in der Regel ein Betrag zwischen 15 und 25 Euro bezahlt. Da Plasma spenden gut eine Stunde dauern, fällt die Aufwandsentschädigung auch höher aus und liegt häufig zwischen 25 und 40 Euro. 

Texter und Korrektor // zwischen 0,7 und 4 Cent pro Wort

Du hast ein gutes Sprachgefühl und liebst es, Texte zu schreiben oder zu übersetzen? Dann solltest du dein Talent und dein Wissen zu Geld machen. 

Als Texter erstellst du in erster Linie Texte für Firmenwebseiten, Online-Shops sowie Blogs. Abgerechnet wird auf Stunden- oder Wortbasis. Die Arbeit als Texter umfasst neben dem Schreiben häufig auch die Recherchen. Wenn du selbst nicht schreiben willst, aber über eine gute Rechtschreibung und Grammatik verfügst, kannst du auch als Korrektor arbeiten. Korrektoren überprüfen geschriebene Texte auf Rechtschreibung, Grammatik und Typografie. 

Affiliate-Marketing // abhängig vom Thema und der Besucherzahl 

Wenn du bereits eine eigene Website oder Blog betreibst, kannst du durch Affiliate-Marketing zusätzlich Geld verdienen. Unter Affiliate-Marketing versteht man das Bewerben von Produkten anderer Unternehmen. Wenn jemand über deinen Affiliate-Link kauft, bekommst du eine Provision. Oder anders formuliert: Als Affiliate bist du quasi ein Verkäufer für ein Unternehmen, dass dich bei einem Verkauf über deine Website dafür belohnt 

Das Gute am Affiliate-Marketing ist, dass du es in großem Maßstab betreiben kannst, da du als Affiliate für Produkte vieler verschiedener Unternehmen werben kannst und entsprechend von allen Provisionen erhältst.

Datenerfassung und -pflege // Festpreis pro Datensatz

Auch wenn mittlerweile vieles automatisiert abläuft, müssen in vielen Bereich Daten noch immer manuell erfasst und gepflegt werden. Viele Unternehmen lagern diese Jobs aus, da sie nicht viel Know-how benötigen. Der Job kann häufig im Home-Office erledigt werden, da der Austausch online erfolgt.  

In der Regel werden Datenerfasser pro Datensatz bezahlt. Eine Abrechnung auf Stundenbasis ist eher selten. Der Job eignet sich vor allem für Menschen, die ein gutes Konzentrationsvermögen haben.

Julia Ptock