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Bürgschaft

Dieser Artikel verrät Dir, was eine Bürgschaft ist, wann sich der Abschluss einer Bürgschaft lohnt und wann nicht, und was es sonst noch Wissenswertes gibt

18. Februar 2019

Bürgschaft

Wohl jedem ist der Begriff Bürgschaft schon das ein oder andere Mal über den Weg gelaufen. Bei einer Bürgschaft handelt es sich um einen einseitig verpflichtenden Vertrag, in dem sich eine Person dazu bereit erklärt, die Schulden für eine andere Person zu begleichen. Dies ist dann der Fall, wenn der eigentliche Schuldner seine Schulden nicht mehr bezahlen kann.

 Was ist eine Bürgschaft?

Eine Bürgschaft ist gemäß § 765 BGB ein rechtlich bindender Vertrag mit einer einseitigen Verpflichtung. Das bedeutet konkret, dass eine Person für eine andere Person die rechtliche Verpflichtung eingeht, für die Schulden der ersten Person aufzukommen, wenn diese zahlungsunfähig ist.

 Was bedeutet einseitig verpflichtend?

Die Bürgschaft ist einseitig verpflichtend, weil es immer ausreicht, dass sich der Bürge gegenüber einem Gläubiger zur Übernahme der Schuld verpflichtet. Weder der eigentliche Schuldner noch der Gläubiger müssen diesem Vertrag zustimmen.

 Wozu ist die Bürgschaft gut?

Die Bürgschaft dient als zusätzliche Sicherheit für einen Gläubiger, ausstehende Zahlungen aufseiten eines Schuldners auch tatsächlich zu erhalten. Der Gläubiger hat nämlich nun die Gewissheit, dass er auf zwei Personen zur Begleichung der Schulden zurückgreifen kann. Aus diesem Grund ist ein Bürge für einen Gläubiger immer von Vorteil, da er den möglichen Zahlungsausfall einer Person mit dem Vermögen einer anderen Person kompensieren kann.

 Wann wird eine Bürgschaft notwendig?

Eine Bürgschaft kann notwendig sein, wenn Deine Bonität zu schwach ist und die Bank Dir aus diesem Grund keinen Kredit bewilligt, oder Dein verfügbares Einkommen zur Tilgung der Raten nach Einschätzung der Bank nicht ausreicht. Ein besonders häufiger Fall der Verwendung stellt die sogenannte Elternbürgschaft dar. Hier bürgen ein Elternteil oder beide Eltern beim Vermieter für ihre Kinder, die die Mietwohnung beziehen. Die Eltern stehen nicht als Mieter mit im Mietvertrag. Tatsächlich können aber alle Personen mit einer guten Bonität als Bürgen in Frage kommen. Studenten oder Auszubildende verfügen häufig nicht selbst über eine gute Bonität und ein festes Einkommen. Aus diesem Grund verlangen Vermieter zur Sicherheit eine Elternbürgschaft.

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 Wie lange ist eine Bürgschaft gültig?

Sofern keine Frist niedergelegt ist, gilt sie unbefristet. Das bedeutet, dass die Bürgschaft immer erst dann erloschen ist, wenn die Schuld von dem Schuldner beglichen ist.

 Was sind die formalen Anforderungen an eine Bürgschaft?

Rechtlich unterscheidet man zwischen einer Bürgschaft unter Privatpersonen und unter Kaufleuten. Bei Privatpersonen muss nach § 766 BGB der Vertrag schriftlich aufgesetzt sein und bestimmte Sachverhalte benennen. Sofern die Bürgschaftserklärung nicht in schriftlicher Form verfasst ist und die entsprechenden Sachverhalte nicht geklärt sind , ist sie nach § 125 BGB nichtig. Die Angabe folgender Informationen ist zwingend erforderlich:

Name des Gläubigers

Name des Schuldners

Höhe der verbürgten Darlehensschuld

Benennung der Hauptschuld

 Was sind die Konsequenzen für den Bürgen

Mit einer Bürgschaft erklärst Du Dich dazu bereit, die Raten eines Kreditnehmers zurückzuzahlen, sofern er hierzu nicht mehr selbst in der Lage ist. Beachte dabei vor allem, dass Du für den Schuldner mit Deinem gesamten Vermögen haftest. Zudem ist ein Vertragsrücktritt  nicht möglich, sofern der Vertrag keine Gründe für einen möglichen Rücktritt vorsieht. Ehepartner sollten bedenken, dass auch im Falle einer Scheidung eine Bürgschaft bestehen bleibt. Solltest Du Dich im höheren Alter dazu entschließen, zu bürgen, solltest Du Dir darüber im Klaren sein, dass diese nach aktueller Rechtslage auf Deine Erben übergeht!

 So vermeidest Du eine Bürgschaft

Bei einer Bürgschaft handelt es sich oft um eine unangenehme Angelegenheit. Meistens liegt es an einer schlechten Bonität oder einer schwachen FinFitness, dass Du andere um die Unterstützung für eine Kreditbewilligung bitten musst. Mit bonify kannst Du Deine Bonität und finanzielle Gesundheit dank bonify selbst in die Hand nehmen und Deinen Bonitätsscore so verbessern, dass Du nicht mehr auf die Unterstützung anderer angewiesen bist.

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