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Besicherung: Der Schutz der Banken

Mit einer Besicherung schützt eine Bank sich vor Verlusten. Welche Formen es gibt und für welche Kreditarten sie verwendet werden, erfährst Du von bonify.

6. Dezember 2018

Die Bezeichnung Besicherung kann mit dem Wort Absicherung gleichgesetzt werden. Wer einen Kredit vergibt, möchte sichergehen, dass er sein Geld auch wiederbekommt. Daher fordern einige Banken eine Besicherung des Kredites, um so im Falle einer Zahlungsunfähigkeit oder Zahlungsverzuges des Kreditnehmers nicht selbst geschädigt zu werden.

Wichtig ist eine solche Absicherung vor allem dann, wenn es sich um ein langfristiges, hohes Darlehen handelt. Wer einen Kredit über mehrere Jahrzehnte aufnimmt, kann niemals sicher sein, wie und ob seine finanzielle Situation stabil bleiben wird.

Bei der Festlegung der Besicherung für einen Kredit gibt es keine bestimmten Vorgaben. Somit kann der Geldgeber recht frei entscheiden, welche Besicherung er einfordert. Allerdings sollte der besicherte Gegenstand etwas sein, das keinen Wertschwankungen unterliegt, schnell einzuholen ist und sich auch schnell verkaufen lässt. Diese Punkte sollen sicherstellen, dass der Gläubiger so schnell wie möglich seinen Schadenersatz erhält.

Der besicherte Gegenstand darf außerdem bei einer Insolvenz nicht mit eingezogen werden.

 Die verschiedenen Arten von Sicherheiten

 Dingliche Besicherung (oder auch Real- oder Sachsicherheiten)

Dingliche Besicherungen oder Kreditsicherungen sind vor allem die Grundschuld und Hypotheken bei Immobilienfinanzierungen. Bei ausstehenden Zahlungen hat die Bank das Recht, die Immobilie oder das Grundstück zu verkaufen, um die ihr zuständigen Zahlungen einzutreiben. In diesem Fall besitzt die Bank ein sogenanntes Grundpfandrecht. Die Grundschuld zu besichern ist äußerst üblich, da eine Hypothek nach der Abzahlung entfällt. Mit dem Grundrecht können aber auch neue oder weiterlaufende Kredite besichert werden.

Im Falle von Autokrediten gilt das Auto als dingliche Besicherung. In vielen Finanzierungsmodellen bleibt der Fahrzeugbrief so lang im Besitz der Bank, bis das Auto abbezahlt wurde.

Wer Geschäftskredite aufnimmt, kann auch seine Maschinen oder Ausstattung verpfänden, die im Notfall dann weiterverkauft werden würden.

 Personelle Besicherung (oder auch Personensicherheiten)

Unter einer personellen Besicherung sind zum Beispiel Bürgen einzuordnen. Ein Bürge erklärt sich dafür bereit, im Falle eines Zahlungsausfalls finanziell für den Kreditnehmer geradezustehen und für dessen Schulden aufzukommen. Wichtig bei dieser Form zu bedenken ist, dass selbst im Todesfall bei einer Bürgschaft die Kreditschuld bis zur vollständigen Auszahlung beidseitig bestehen bleibt. Wenn also der Kreditnehmer unerwartet stirbt, muss der Bürge den Kredit so lang abzahlen, bis er ausgelöst ist.

Eine Bürgschaft kann auch unter Vorbehalt eingegangen werden. Das bedeutet, erst wenn der Gläubiger das Vermögen des Schuldners via Zwangsvollstreckung eingefordert hat, springt der Bürge ein.

 Rechtliche Besicherung (Sicherungsabtretung)

Bei einer Lohn- oder auch Gehaltsabtretung erhält die Bank das Recht, einen Teil des Gehalts zu pfänden, sollte der Kreditnehmer seinen Zahlungen nicht nachgekommen sein.

Dabei wird zwischen stillen und offener Lohnabtretung unterschieden.

Bei der stillen Lohnabtretung wird der Arbeitnehmer nicht informiert. Erst im Härtefall ändert sich das, während das Gehalt bei einer offenen Lohnabtretung direkt vom Arbeitgeber eingezogen wird – also nicht mehr über das Konto des Schuldners läuft.

Eine Kapitallebensversicherung für einen Kredit als Pfand zu setzen, fällt ebenfalls in die Kategorie rechtliche Besicherung.

Art des Kredites

Art der Besicherung

Kleinkredit

keine

Privatkredit

keine

Bürgschaft (Personelle Besicherung)

Sicherungsübereignung (Dingliche Besicherung)

Zum Beispiel der Fahrzeugbrief

Immobilienfinanzierung

(Dingliche Besicherung)

Hypothek oder Grundschuld

Arten von Besicherungen

Ein Kredit ist immer ein finanzielles Risiko. Deshalb solltest Du Deine finanzielle Situation zu jeder Zeit kennen und im Blick behalten. Wer sich aktiv Gedanken um seine Bonität und Finanzen macht, und nicht sorglos damit umgeht, läuft weniger Gefahr sich in einer Schuldenspirale zu verlieren.

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