Kfz-Versicherung vergleichen: Mit 7 Tipps bares Geld sparen

Wer in Deutschland ein Auto besitzt, muss es auch versichern. Das kann ganz schön teuer sein. Wie du bei der Kfz-Versicherung Geld sparen kannst und dir für dich richtige Autoversicherung findest, verraten wir dir in diesem Artikel.

Julia Ptock
Auto und Sparschwein auf Waage

In Deutschland ist es Pflicht, zumindest eine Haftpflichtversicherung für das eigene Auto abzuschließen. Wenn du keine Versicherung abschließt, wird das Auto nicht zugelassen und du darfst es nicht fahren. 

Die Kfz-Versicherung sorgt dafür, dass im Schadensfall die Opfer eines Unfalles eine Entschädigung erhalten. Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung kannst du auch eine Teilkasko- bzw. Vollkaskoversicherung für dein Auto abschließen. So eine Kfz-Versicherung kann aber ganz schön teuer sein. Die Höhe der Konditionen der Kfz-Versicherung hängen unter anderem auch von der eigenen Bonität ab

Aber keine Sorge, es gibt einige Tricks und Stellschrauben, mit denen du die Versicherungsprämie senken kannst. Welche das sind, verraten wir dir in diesem Artikel. 

Wichtig: Der Stichtag zur Kfz-Versicherung ist in der Regel der 30. November. Die Kündigung muss bei der Versicherung spätestens an diesem Tag eingehen. Wie du deine Kfz-Versicherung richtig kündigst, verraten wir dir hier

 Spartipp #1 – Kleiner Fahrerkreis 

Fakt ist: Je mehr Fahrer bei der Versicherung eingetragen sind, desto teurer kann es werden. Dabei spielt es aber durchaus auch eine Rolle, wie sich der Fahrerkreis zusammensetzt. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Aufschläge vergleichsweise gering sind, wenn der Ehemann, die Ehefrau oder der Lebenspartner mitversichert wird. Ganz anders sieht es aus, wenn Fahranfänger mitversichert werden. Die Versicherung kann sich dann locker verdoppeln: 93 Prozent Aufschlag erheben die Versicherer im Durchschnitt. 

Falls der Fahrerkreis größer sein soll als die engste Familie, kannst du Geld sparen, wenn du anstatt der einzelnen Fahrer eine Altersspanne angibst. Dafür werden die Geburtsdaten des jüngsten und ältesten Fahrers in die Versicherung eingetragen. Der Fahrerkreis besteht somit aus allen Menschen, die dazwischen geboren sind. Du solltest aber auf jeden Fall beachten, dass die Höhe des Zuschlages von der Weite der Spanne abhängt. 

Wenn du Versicherungen vergleichst, kannst du auch die Funktion “beliebiger Fahrerkreis“ testen. Manchmal sind die Beiträge etwas günstiger als bei einer festgelegten Altersspanne. In der Regel ist die Variante des “unbegrenzten Fahrerkreises“ aber die teuerste Variante.

 Spartipp #2 – Werkstattbindung

Wer einen Kfz-Tarif mit Werkstattbindung abschließt, kann bei der Prämie bis zu 20 Prozent sparen. Allerdings sollte im Vorfeld genau geprüft werden, ob eine Werkstattbindung Sinn ergibt. 

So eignet sich eine Werkstattbindung beispielsweise für Fahranfänger, die aufgrund einer hohen Schadenfreiheitsklasse nicht von Rabatten profitieren. Eine Ersparnis von bis zu 20 Prozent fällt hier also besonders ins Gewicht. 

Neuwagenbesitzer sollten hingegen von einer Werkstattbindung Abstand nehmen. Die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung des Verkäufers umfasst zwei Jahre. In dieser Zeit ist es egal, wo der Wagen repariert wird. Auch die Herstellergarantie sollte erhalten bleiben, wenn eine freie Werkstatt aufgesucht wird. Bei Leasingfahrzeugen ist eine Versicherung mit Werkstattbindung in der Regel ebenfalls weniger zu empfehlen. Das hat folgenden Hintergrund: Eigentümer des Fahrzeugs ist der Leasinggeber und dieser kann Vorgaben zu den Werkstätten machen, in denen der Wagen repariert werden soll. Auch bei einem Autokredit wird oft vertraglich festgelegt, dass die Reparatur in einer vom Hersteller autorisierten Werkstatt erfolgen soll. Damit möchten Leasing- und Kreditgeber sicherstellen, dass der Wertverlust möglichst gering ausfällt.

Wer sich für eine Kfz-Versicherung mit Werkstattbindung entscheidet, sollte vorher unbedingt prüfen, wie das Netz der Partnerwerkstätten aufgestellt ist. Denn wenn es in der Nähe des Wohnortes keine Partnerwerkstatt befindet, ist eine Werkstattbindung nicht unbedingt lohnenswert. 

 Spartipp #3 – Jährliche Beitragszahlung 

In unserem Artikel “5 Tipps, die dir im Alltag Geld sparen“ sind wir schon mal darauf eingegangen, dass eine jährliche Zahlung oftmals günstiger ist, als eine Zahlung in Raten. 

Eine Umfrage von Finanztip aus dem Juli 2018 hat ergeben, dass rund 17 Prozent der Versicherungsnehmer ihre Kfz-Versicherung monatlich bezahlen. Gute 20 Prozent zahlen vierteljährlich und 16 Prozent überweisen alle sechs Monate Geld an die Versicherung. Nur knapp jeder zweite Versicherungsnehmer (47 Prozent) zahlt jährlich. 

Dabei kann man einiges an Geld sparen, wenn man seinen Beitrag jährlich bezahlt. Finanztip kommt zu dem Ergebnis, dass Autobesitzer, die monatlich oder vierteljährlich zahlen durchschnittlich zwischen 5,5 und 10 Prozent mehr bezahlen als Autobesitzer, die jährlich zahlen. Selbst wer halbjährlich zahlt, zahlt durchschnittlich 3,2 Prozent mehr. 

 Spartipp #4 – Kleine Schäden selbst übernehmen

Im Falle eines kleinen Schadens an deinem eigenen Auto solltest du abwägen, ob das Einschalten der Kfz-Versicherung tatsächlich sinnvoll ist. Aber Achtung: Der selbst verschuldete Schaden am eigenen Auto wird nur von der Vollkaskoversicherung übernommen, nicht von der Teilkasko- oder Haftpflichtversicherung. 

Generell lässt sich aber sagen, dass es langfristig gesehen meist günstiger ist, kleine Schäden selbst zu übernehmen. Lässt du deine Kfz-Versicherung den Schaden regulieren, ist es sehr wahrscheinlich, dass dein Versicherungsbeitrag steigt, da du in eine andere Versicherungsklasse eingestuft wirst. Es kann sich also lohnen, kleine Bagatellschäden aus eigener Tasche zu bezahlen. Wäge immer ab, wann sich eine Schadensmeldung an das Versicherungsunternehmen lohnt.

Wichtig: Wenn du einen Schaden an einem anderen Fahrzeug verursachst, zum Beispiel bei einem Unfall mit einem Dritten, musst du deine Versicherung darüber informieren. 

 Spartipp #5 – Die eigene Bonität

Kfz-Versicherer führen vor dem Abschluss einer Versicherung eine Bonitätsprüfung des Antragstellers durch. Die Bonität gibt Auskunft darüber, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalles ist. Wenn du eine gute Bonität hast, wird dir das Versicherungsunternehmen wahrscheinlich gute Vertragskonditionen zu geringen Beitragssätzen anbieten. Ist deine Bonität ausbaufähig bis schlecht, wird die Autoversicherung teurer. 

In dem Artikel “Kfz-Versicherung und Bonität: Diese 4 Fakten solltest du kennen“ haben wir uns ausführlich mit dem Zusammenhang zwischen Bonität und Auto-Versicherung beschäftigt. 

 Spartipp #6 - Nutze Rabatte

Wenn du Kfz-Versicherungen vergleicht, solltest du unbedingt auf mögliche Rabatte achten. Diese können dir nämlich bares Geld sparen. Nachfolgend haben wir eine kleine Liste von möglichen Rabatten für dich zusammengetragen: 

Garagenrabatt

Versicherungen geben Rabatte, wenn das Auto in einer abschließbaren Garage untergestellt wird. Der Grund: Das Auto ist so besser vor Diebstahl, Vandalismus oder Unwetterschäden geschützt. 

Wenigfahrerrabatt

Wer wenig fährt, ist für Versicherungen ein kleineres Risiko, da es weniger Potenzial für Unfälle gibt und der Verschleiß geringer ist. Aus diesem Grund solltest du deine jährliche Fahrleistung realistisch einschätzen. Aus Kostengründen aber absichtlich zu wenige Kilometer anzugeben, kann nach hinten losgehen. Fällt nämlich auf, dass du mehr fährst als angegeben, kann die Versicherung im Schadensfall die Regulierung ablehnen. 

Berufsgruppenrabatt

Für bestimmte Berufsgruppen wie Beamte, Landwirte und Versicherungsangestellte gibt es besondere Rabatte. Du musst dafür allerdings nachweisen, dass du einen dieser Berufe hauptberuflich ausübst.

Mitgliedschaften und Abos

Manche Versicherungen fragen beim Abschluss auch nach bestehenden Abos, beispielsweise beim ADAC, der Deutschen Bahn oder generell beim ÖPNV. Das hat den Hintergrund, dass Versicherer bei Bahncard Inhabern davon ausgehen, dass sie das Auto nicht so viel nutzen und es dadurch zu weniger Schäden kommt. 

Ökorabatt

Wenn das Auto besonders umweltfreundlich ist, ist häufig ein Abschluss eines Ökotarifes oder eines Tarifes mit Ökorabatt möglich.

 Spartipp #7 – Vergleiche Kfz-Versicherungen

Es mag wie eine Binsenweisheit klingen, doch wer vergleicht, der spart. Und die Unterschiede zwischen den Versicherungen können wirklich sehr groß sein. Wechselst du deinen Versicherer, kannst du deinen Versicherungsbeitrag bis zu 60 Prozent senken. So sind Einsparungen von mehreren Hundert Euro möglich. Ein Preisvergleich ist also bares Geld und zahlt sich aus.

Grundsätzlich gilt: Du solltest jedes Jahr die aktuellen Tarife neu vergleichen. Bekommst du bei einem anderen Versicherer ein günstigeres Angebot, kannst du deine Kfz-Versicherung normalerweise bis zum 30. November kündigen.

Mit dem bonify Kfz-Versicherungsvergleich findest du die günstigste Autoversicherung für dich. Wechsle jetzt zu der Kfz-Versicherung die am besten zu dir, deinem Fahrverhalten und deinem Auto passt!

 Wie bonify dich unterstützen kann

Es kommt immer wieder vor, dass sich in der eigenen Bonitätsakte falsche oder fehlerhafte Informationen finden. Diese können deine Bonität negativ beeinflussen und das wirkt sich beispielsweise auf den Abschluss der Kfz-Versicherung und die Konditionen aus. 

Aus diesem Grund empfehlen wir dir, deine Bonitätsdaten vor Abschluss der Versicherung zu überprüfen. Dabei steht dir bonify zur Seite, indem wir dir die Abfrage deiner Bonität kostenlos und online ermöglichen. Eventuell vorhandene Falscheinträge kannst du direkt an unsere Partnerauskunftei Creditreform Boniversum melden und von dieser korrigieren lassen. Wir haben auch einen Kfz-Sparrechner im Repertoire, mit dem du die für dich passende und günstigste Kfz-Versicherung findest.

Julia Ptock