Girokonto abgelehnt – Mögliche Gründe und Lösungen

Du wurdest für ein Girokonto abgelehnt? Das liegt wahrscheinlich an Deiner Bonität. Prüfe diese direkt online und kostenlos mit bonify

Veröffentlicht am: 18.02.2019

Girokonto abgelehnt – Mögliche Gründe und Lösungen

Du wurdest für ein Girokonto abgelehnt, weißt aber nicht warum? Der häufigste Grund, wenn der Antrag auf ein Girokonto abgelehnt wird, ist eine unzureichende Bonität. Tatsächlich kennen nur 5% der Deutschen ihre Bonität. Dabei ist dieses Thema unfassbar wichtig – nicht nur für die Eröffnung von Konten, sondern auch für Kreditabschlüsse oder eine neue Wohnung.

 Wann wird man für ein Girokonto abgelehnt?

Eine Ablehnung für die Eröffnung eines Girokontos erfolgt in der Regel aufgrund einer schlechten Bonität (umgangssprachlich auch schlechte SCHUFA genannt). Hierfür kann es verschiedene Gründe geben:

 Du hast eine negative Bonität – also Negativmerkmale oder SCHUFA-Einträge

Bevor Banken Anträge annehmen oder Kredite oder Konten eröffnen, prüfen sie Deine Bonität bei einer Auskunftei. Auf diese Weise kann sie sehen, wie Du in der Vergangenheit mit fälligen Zahlungen umgegangen bist und ob Du ein kreditwürdiger und vertrauenswürdiger Kunde bist. Sind Negativmerkmale in Deiner Bonität vorhanden, kann es sein, dass Du für ein Girokonto abgelehnt wirst.

Warum wird all das bei der Eröffnung eines Girokontos geprüft? Die meisten Girokonten beinhalten einen Dispokredit, also einen Überziehungskredit. Dieser erlaubt Dir monatlich mit Deinem Kontostand ins Minus zu gehen. Eine Bank möchte sich aber vorher absichern und prüfen, ob Du diesen auch ausgleichen kannst und wirst. Wird das Risiko hier zu hoch eingeschätzt oder wurde Dir in der Vergangenheit schon einmal ein Konto gekündigt, weil Du Deinen Dispo nicht ausgeglichen hast oder nicht konntest, wird Dein Antrag auf ein Girokonto abgelehnt

 Was genau bedeutet eigentlich Bonität?

Für eine Beurteilung eines Kredit- oder Kontoantrages prüft eine Bank Deine Bonität umfassend. Die Bonitätsprüfung erfolgt anhand folgender Kriterien:

 1) Bonitätsprüfung bei einer Auskunftei

Zunächst prüfen Banken Deinen, von Auskunfteien berechneten, Bonitätsscore. Die erste Anlaufstelle bei Banken ist in der Regel die SCHUFA. Bei dieser Bonitätsauskunft achten Banken vor allem auf vorhandene Negativmerkmale (auch SCHUFA-Einträge genannt) und ob Vorverpflichtungen – sprich andere Kredite oder Girokonten vorliegen.

Hast Du beispielsweise ein oder mehrere bestehende Girokonten, so betrachten die Banken einen Dispo bei diesen Konten, wie einen bestehenden Kredit und können Dir ein weiteres Konto mit Disporahmen verweigen. Somit sichern sie sich selbst vor Verlusten ab.

 2) Weitere Bonitätsmerkmale

Neben der Bonitätsauskunft fragen Banken bei Kontobewerbern weitere Bonitätsinformationen ab. Darunter können folgende Punkte fallen:

Nettoeinkommen wie auch weitere Einnahmen (z.B. Mieteinnahmen, Versorgungsleistungen)

Arbeitgeber und Anstellungsverhältnis (Dauer der Anstellung oder auch mögliche Befristungen)

Regelmäßige monatlichen Ausgaben (z.B. Mietzahlungen, Versicherungen, Kosten für Unterhalt und Auto)

Anhand dieser Angaben berechnen Banken unter anderem den sogenannten Haushaltsüberschuss, um sicherzustellen, dass Du einen Dispokredit künftig auch bedienen kannst. Diese Angaben lassen sich die Banken meistens durch Gehaltsnachweise oder auch Kontoauszüge nachweisen. Den Kontoauszügen entnehmen Banken zusätzlich mögliche negative Auffälligkeiten, wie etwa Rücklastschriften.

 Für ein Girokonto abgelehnt: Was kann ich tun?

Wurdest Du für ein Girokonto abgelehnt, solltest Du als erstes Deine Bonität prüfen. Das kannst Du zum einen mit einer kostenlosen Selbstauskunft tun. Laut Erwägungsgrund 63 des DSGVO hat jeder Bürger mehrmals im Jahr das Recht auf eine kostenlose Selbstauskunft bei jeder deutschen Auskunftei. Dazu musst Du ein Schreiben an die jeweilige Auskunftei schicken und einige Wochen auf Deine Bonitätsauskunft warten.

Sofort und kostenlos eine Bonitätsauskunft erhältst Du mit der Hilfe von bonify. Nach einer kurzen Registrierung hast Du direkt Einsicht in Deine Bonität und kannst Deinen Bonitätsscore prüfen. Dies gibt Dir nicht zuletzt die Möglichkeit, eventuelle Falscheinträge in der Bonität oder veraltete Daten löschen zu lassen und so von einer besseren Bonität zu profitieren.

Wusstest Du, dass Du auch bei bonify die Möglichkeit hast, das perfekte Girokonto für Dich zu finden? Unser Kontenvergleichsrechner listet Dir die besten Girokonten auf, die Du ganz bequem online abschließen kannst.

 Was für Wege bleiben mir bei einer negativen Bonität?

Hast Du eine negative Bonität, so bleibt Dir immer die Möglichkeit, bei Banken ein sogenanntes Basiskonto oder Guthabenkonto abzuschließen. Diese Variante müssen Banken gemäß des Zahlungskontengesetzes (ZKG) anbieten. Der einzige Nachteil: Dieses Konto ist meistens nicht kostenlos und wird nicht mit einem Dispokredit angeboten. Wirst Du auch für ein Basis-Girokonto abgelehnt, so bleibt Dir nur der Gang zur Beschwerdestelle. Ein entsprechendes Beschwerdeformular findest Du hier.

 

 Sei mit bonify immer bestens über Deine Finanzen und Bonität informiert

Neben Deinen Bonitätsdaten solltest Du Dir alle anderen relevanten Faktoren der Bonitätsbewertung anschauen. Diese haben wir bei bonify in unserem FinFitness-Tool zusammengefasst. Hier kannst Du eventuelle Gründe sehen, warum Dein Girokonto von einer Bank abgelehnt wurde.

Veröffentlicht am: 14.10.2020