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Das Girokonto – Ein Konto für den täglichen Zahlungsverkehr

Das Girokonto = Konto in laufender Rechnung, wird für regelmäßigen Zahlungsverkehr genutzt und beinhaltet niedrige Zinsen. Bonität spielt auch eine Rolle.

12. Dezember 2018

Strengere Bonitätsprüfung

Das Girokonto (auch Kontokorrent-Konto genannt) ist ein sogenanntes Konto in laufender Rechnung, das für den regelmäßigen Zahlungsverkehr verwendet wird. Das Wort „giro“ kommt aus dem Italienischen und bedeutet „Kreis, Umlauf“ und beschreibt den Nutzen dieses speziellen Kontos sehr gut. Wie bei einem Kreislauf gehen in der Regel von einem Girokonto Einnahmen ein und Ausgaben wieder ab; es kann also für Überweisungen, Kartenzahlungen, Abhebungen oder Lastschriften genutzt werden.

Verzinsungen auf dem Girokonto sind entweder nicht vorhanden oder sehr gering, wodurch es sich nicht unbedingt als Sparkonto eignet. (Wer Geld anlegen möchte, sollte dies eher auf Tages- oder Festgeldkonten tun.)

Bei einigen Geldinstituten ist die Vergabe eines Girokontos an regelmäßige Zahlungseingänge, also etwa an ein regelmäßiges Einkommen, gebunden. Mit dem Girokonto geht außerdem meistens ein Dispokredit einher. Dessen Höhe ist bonitätsabhängig und kann auf Wunsch auch deaktiviert werden.  

Der folgende Artikel verrät, was außerdem für ein Girokonto charakteristisch ist und worauf man beim Abschluss achten sollte.

 

 Kontoführungsgebühren

Dieses Thema ist recht groß geworden, nachdem die Regelungen im Jahr 2016 neu festgelegt wurden. In den EU-Richtlinien wurde nicht festgesetzt, dass ein Girokonto gebührenfrei sein muss, allerdings sind Banken nun dazu verpflichtet, allen Kunden ein sogenanntes Basis-Girokonto zu eröffnen. Weiterhin müssen Banken den Kunden bei einem Wechsel des Girokontos unterstützen und beispielsweise Überweisungsdaten an das neue Geldgeberinstitut weiterleiten. Darum mussten Kunden sich vorher meistens selbst kümmern.

Zwar bieten recht viele Banken kostenlose Girokonten an, allerdings sind diese meistens an gewisse Bedingungen geknüpft.

Zum Beispiel:

Gebührenfreie Konten für Kontoinhaber unter 26 Jahren.

Gebührenfreie Konten für Kontoinhaber mit regelmäßigen Zahlungseingängen und kontinuierlichem Guthaben.

Wem ein kostenloses Girokonto sehr wichtig ist, sollte auch auf etwaige Gebühren für die EC-Karte sowie für Kontoauszüge achten.

 Verfügbare Automaten

Wichtig ist ebenfalls, darauf zu achten, ausreichend Bankautomaten im Umfeld zu haben. Gebührenfreies Bargeldabheben ist schließlich eine wichtige Sache. Sehr praktisch sind beispielsweise Bankenverbünde wie die Cash Group oder Cashpool. Bei einigen Geldinstituten kann man außerdem gebührenfrei mit der Kreditkarte abheben.

 Dispozinsen

Mit einem Dispokredit hat man die Möglichkeit, sein Konto bis zu einem bestimmten Betrag zu überziehen. Dieser Betrag kann mit der Bank individuell vereinbart werden. Wer möchte, kann den Dispo aber auch direkt blockieren lassen.

Da Dispozinsen zu den höchsten Kreditzinsen gehören, sollte jeder, der seinen Dispo öfter nutzt, auf die anfallenden Zinsen achten und diese vergleichen.

 Online Banking

Wer gern und häufig Geschäfte online erledigt, sollte darauf achten, wie die jeweiligen Banken dies handhaben. Bei einigen Instituten entstehen zusätzliche Kosten für die TANs (zum Beispiel, wenn man die TANs per SMS erhält).

 Kreditkarte inklusive

Viele Banken vergeben zum Girokonto zusätzlich eine Kreditkarte. Die Bedingungen und Kosten sowie Zahlungsabwicklungen im Ausland hängen von der jeweiligen Bank ab.

 Prämien und Willkommensgeld

Gerne locken Banken mit Willkommensgeld oder Prämien. Hier sollte vorher allerdings genau nachgelesen werden, da solche Geldgeschenke oft an Bedingungen gekoppelt sind.

 Für jeden das richtige Girokonto

Girokonto für Kinder

Eingeschränkte Geschäftsfähigkeit

Reines Guthabenkonto

Manchmal mit Bankkarte (über den Betrag zum Abheben bestimmen dann die Eltern)

In der Regel kostenfrei

Girokonto für Jugendliche

Im Grunde genau wie das Kinderkonto

Online-Banking möglich, wenn gewünscht

Girokonto für Studenten

Ebenfalls oft gebührenfrei

Nicht an feste Mindesteingänge gebunden

Wichtig: Checken, bis zu welchem Alter das Konto kostenfrei bleibt

Girokonto für Geschäfte

Für SelbstständigeErleichtert die Trennung zwischen privatem und geschäftlichem KontoErmöglicht LastschriftverfahrenNützlich in Verbindung mit einem Tagesgeldkonto

Guthabenkonto / Prepaid-Girokonto

Für alle mit negativen SCHUFA-Einträgen oder auch mit wenig bis keinen Einnahmen

Überziehung ist nicht möglich

Verhindert weitere Überschuldung

Für jeden das richtige Girokonto

 Girokonten-Vergleich

 Das Girokonto und Deine Bonität

Tatsächlich hat Deine Bonität etwas mit dem Girokonto zu tun, mitunter werden Konten abgelehnt. Jedes Girokonto ist bei der SCHUFA oder anderen Auskunfteien registriert, wird also in der Auskunft aufgelistet. Ob eine Bank vor der Abwicklung eines Girokontos eine Bonitätsprüfung durchführt, variiert von Bank zu Bank. Spätestens für den Dispokreditrahmen wird dieser Schritt allerdings fällig.

 Girokonto mit schlechter Bonität

Wer keine regelmäßigen Einnahmen oder negative Einträge hat, muss meistens auf ein Guthabenkonto (auch Jedermannkonto genannt) zurückgreifen. Hier verfügt der Kontoinhaber nur über dieses bestimmte Guthaben und hat keine Möglichkeiten, dieses zu überziehen.

Ein wichtiger Punkt zu diesem Thema ist, dass das ständige Wechseln eines Kontos das Vertrauen von Banken und auch Auskunfteien schmälern kann. Weiterhin gilt, dass eine Bank, mit der man längere Zeit kooperiert, tendenziell eher Kreditangebote vermitteln wird, da sie den Kunden bereits kennt.

Bei der Verbesserung der Bonität hilft vor allem die Kontrolle des eigenen finanziellen Verhaltens. Bei bonify hast Du die Chance, jederzeit Deine Bonität einzusehen, unseren Finanzmonitor zu nutzen, der Dir Einnahmen und Ausgaben übersichtlich aufführt und kategorisiert und erhältst, wenn gewünscht, sogar Angebote über Kredite sowie Fest- oder Tagesgeldkonten unserer Kooperationspartner.