Neuer SCHUFA-Score vs. Basisscore - wie kann ich vergleichen?
Der neue SCHUFA-Score ist da – transparenter, verständlicher und moderner. Stehst du mit dem neuen SCHUFA-Score jetzt besser oder schlechter da? Wie kann man den SCHUFA-Score mit dem Basisscore vergleichen?

Einfacher, nachrechenbar und transparente zwölf Kriterien - gut und schön. Aber was heißt das für dich? Ob deine Scoreklasse jetzt besser oder schlechter ist, kannst du direkt kostenlos mit bonify checken. Du bist schon lange bei bonify? Dann kennst du deine Scoreklasse und deinen alten Basisscore vermutlich noch. Wie kannst du den Wert mit dem neuen SCHUFA-Score vergleichen? Du bist neu? Dann schau dir deinen Score erstmal an.
Unterschiede: Basisscore und SCHUFA-Score
Für Verbraucher war bislang der SCHUFA-Basisscore der bekannteste Score. Der Basisscore ist ein Orientierungswert, der aus neun SCHUFA-Branchenscores berechnet wurde und damit eine branchenübergreifende Einschätzung der Bonität lieferte.
Er wurde von der SCHUFA jedoch nie an Unternehmenskunden weitergegeben. Er hat also nie in einem Entscheidungsprozess eine Rolle gespielt.
Der neue SCHUFA-Score ist anders: Personen sehen erstmals denselben Score wie Unternehmen und Banken. Dadurch können Verbraucher (kannst du) mit Anbietern auf Augenhöhe kommunizieren. Der neue Score basiert auf Punkten, damit er einfach zusammenzurechnen ist.
Daher kann es vielleicht zu einer Veränderung deiner Scoreklasse kommen. Das liegt daran, dass der neue SCHUFA-Score den SCHUFA-Basisscore ersetzt. Die beiden Scores lassen sich nicht vergleichen. Der Basisscore diente Verbrauchern seit 2006 als branchenübergreifender Orientierungswert. Basis der Berechnung des Basisscores waren die branchenspezifischen SCHUFA-Scores, wobei der SCHUFA-Bankenscore mit 40 Prozent das höchste Gewicht erhielt, denn er ist der am häufigsten angefragte SCHUFA-Score. Mehr zum alten Basisscore kannst du hier und hier nachlesen.
Seitdem hat sich das Konsumverhalten der Menschen verändert und das wird beim neuen Score berücksichtigt.
Das bedeutet: Es profitieren Personen, die aktiv am Finanzleben teilnehmen und mit einem zuverlässigen Verhalten zeigen, dass sie Risiken im Blick haben, vom neuen SCHUFA-Score: Sie werden tendenziell bessergestellt.
So spielt etwa die Anzahl der Girokonten im neuen Score-Modell keine Rolle mehr. Der neue SCHUFA-Score behandelt zudem Vertragsanbahnungen bei Girokonten und Kreditkarten fairer. Das bedeutet, eine Anfrage und ein Kontoabschluss werden gebündelt und nicht mehr doppelt gezählt.
Innerhalb der 28-Tage-Regel bleiben auch Mehrfachanfragen im neuen SCHUFA-Score ohne negativen Einfluss – etwa, wenn Personen Angebote für eine Kreditkarte oder ein Girokonto vergleichen. All diese Beispiele zeigen, dass bei aktiven Verbrauchern im neuen SCHUFA-Score Einflussfaktoren, die sich bislang negativ ausgewirkt haben, weniger stark ins Gewicht fallen.
Aber das bedeutet auch: Der neue SCHUFA-Score kann bei inaktiveren Personen, von denen der SCHUFA nur wenige Daten vorliegen, hingegen durch die neuen Kriterien tendenziell eher etwas schlechter ausfallen.
Eine wichtige Frage, die du dir vermutlich stellst:
Wird sich deine Bonität verschlechtern? Oder verbessern?
Jetzt erfährst du, was sich wirklich ändert – und was nicht. Doch zuvor kommen wir kurz zu den Scoreklassen. Die Scorewerte des Basisscores wie auch die Werte des neuen SCHUFA-Scores werden zur Orientierung in 5 Scoreklassen eingeteilt:
Hervorragend
Gut
Akzeptabel
Ausreichend
Ungenügend
Das hilft dir, einzuschätzen, wie deine Bonität bewertet wird. Beim Basisscore hatten die Scoreklassen die gleiche Bezeichnung.
Ein „hervorragender Scorewert“ beginnt beim neuen SCHUFA-Score ab 776 Punkten. Beim Basisscore waren das 97,22%. Die Scoreklasse "Gut" reicht von 709 bis 775 Punkten. Mit 642 bis 708 Punkten wäre deine Scoreklasse "Akzeptabel" und "Ausreichend" von 100 bis 641 Punkten. Die Scoreklasse "Ungenügend" hat keinen Scorewert. Beim Basisscore waren das alle Werte unter 30%.
Du siehst selbst: Die Werte sind nicht vergleichbar. Doch was ändert sich nun? Die wichtigste Info: Für die meisten ändert sich gar nichts.

Laut SCHUFA bleibt für 83 Prozent der Menschen die Scoreklasse gleich. Das heißt: Deine Bonitätseinschätzung bleibt in der gleichen Kategorie wie bisher. Nur:
9 Prozent rutschen in eine bessere Scoreklasse
8 Prozent landen in einer niedrigeren Scoreklasse
Und selbst dann geht es fast immer nur eine Stufe nach oben oder unten. Größere Sprünge sind extrem selten (Promillebereich).
Warum ändert sich bei den meisten nichts?
Der neue SCHUFA-Score berücksichtigt, dass sich wirtschaftliches Verhalten verändert hat – zum Beispiel das sogenannte Drei-Konten-Modell bei Paaren. Deshalb spielt die Anzahl der Girokonten im neuen Modell keine Rolle mehr.
Ziel war:
fairere Bewertung
modernere Datenbasis
mehr Transparenz
gleichbleibend hohe Prognosequalität
Die grundlegende Bonitätsbewertung vieler Menschen bleibt dadurch stabil.
Warum ist der Vergleich mit dem alten Basisscore nicht sinnvoll?
Viele fragen sich gerade: Ist mein neuer SCHUFA-Score besser oder schlechter als mein alter Basisscore? Die ehrliche Antwort: Diese beiden Werte sind nicht direkt miteinander vergleichbar.
Die SCHUFA-Scores der 3. Generation stammen aus dem Jahr 2006. Seitdem hat sich das Konsumverhalten der Menschen verändert, so ist z. B. die Zahl der Minikredite kräftig gestiegen und es werden immer mehr Vergleichsplattformen genutzt. Diese Veränderungen am Markt wurden bei der Entwicklung des neuen SCHUFA-Scores berücksichtigt.

Der Basisscore diente als branchenübergreifender Orientierungswert. Basis der Berechnung des Basisscores waren die branchenspezifischen SCHUFA-Scores, wobei der SCHUFA-Bankenscore mit 40 Prozent das höchste Gewicht erhielt, denn er ist der am häufigsten angefragte. Der Basisscore wurde nicht an Unternehmen weitergegeben. Er hat also nie in einem Entscheidungsprozess eine Rolle gespielt.
Beim neuen Score sehen Verbraucher erstmals genau den Score, den auch Banken und andere Unternehmen erhalten. Hinzu kommt, dass sich der Einfluss einzelner Kriterien im neuen Score verändert hat – darüber hinaus sind neue Kriterien hinzugekommen.
Wichtig:
In höheren Klassen spielt der exakte Punktwert oft eine untergeordnete Rolle. In niedrigeren Klassen kann er stärker ins Gewicht fallen.
Was jeder wissen sollte:
Der SCHUFA-Score ist zwar für Banken und Unternehmen wichtig – aber nie allein ausschlaggebend. Unternehmen beziehen immer weitere Informationen in ihre Entscheidung ein.
Wurde das neue Score-Modell geprüft?
Ja. Das Fraunhofer-Institut IAIS hat das neue Score-Modell geprüft und bestätigt, dass die Entwicklung wissenschaftlich korrekt erfolgt ist. Die verwendeten sind Daten relevant und signifikant.
Der neue SCHUFA-Score erfüllt damit die Anforderungen des § 31 Bundesdatenschutzgesetz.
Was bedeutet das für dich konkret?
Kurz zusammengefasst:
Für die meisten bleibt die Scoreklasse gleich.
Kleine Veränderungen sind möglich – größere extrem unwahrscheinlich.
Der neue Score ist transparenter.
Du siehst jetzt genau den Score, den auch Banken und Unternehmen sehen.
Der Score ist ein wichtiger Faktor – aber nicht der entscheidende.
Den neuen SCHUFA-Score kannst du jetzt in deiner bonify-App einsehen – kostenlos.
Wie komme ich an meine Daten?
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Sobald du dich identifiziert hast, kannst du deinen SCHUFA-Score einsehen. Egal, wie du dich identifiziert hast.
Wie sehe ich alle Einträge und Anfragen?
Wenn du dich mit der eID identifiziert hast, bekommst du den gesamten Dateneinblick. Du siehst, wer deinen Score angefragt hat und alle deine SCHUFA-Einträge.
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