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Mit der Dispo Umschuldung Geld sparen

Eine Dispo Umschuldung ist ein kluger Schritt, um der Schuldenfalle zu entgehen. Was Du darüber wissen musst, erfährst Du hier.

6. Dezember 2018

Dispo Umschuldung

Eine Dispo Umschuldung ist eine gute und vor allem notwendige Sache, wenn man sich immer wieder am Ende des Monats im Minus sieht. Ein Dispokredit ist ein hoch verzinster Kredit, der immer dann zum Einsatz kommt, wenn das Konto gerade ausgereizt ist.

Tipp: Den Dispokredit regelmäßig und hoch auszureizen, ist der erste Schritt in die Schuldenfalle.

Warum ist ein Dispokredit so gefährlich? Zum einen sind die Zinsen bei keinem anderen Kredit so hoch wie hier. Dispozinsen belaufen sich im Schnitt je nach Bank zwischen 9 – 15%, was auf die Dauer gerechnet eine unnötige finanzielle Belastung ist. Um diesem zu entgehen, sollte man sich stets seiner Finanzlage bewusst sein und nicht die Augen vor dieser unangenehmen Thematik verschließen.

Das große Problem ist, dass man einen Dispo in der Regel nutzt, wenn man einen finanziellen Engpass hat. Zum Beispiel bei einer unerwarteten Rechnung oder einem Schaden. Wenn dann noch das Einkommen sinkt oder man gar arbeitslos oder krank wird, kann die Bank den Dispo kürzen oder sogar kündigen.

Tipp: Wer absehbar im Minus bleibt und selbst nicht so einfach herausfindet, sollte über eine Dispo Umschuldung nachdenken.

Bevor Du dies tust, solltest Du allerdings auf alles Ersparte zurückgreifen, was Dir zur Verfügung steht. Geld aus Sparbüchern oder Tagesgeldkonten können hier sehr hilfreich sein.

Mit unserem Finanzvergleichsrechner kannst Du bequem online nach einem Umschuldungskredit suchen. Dazu gibst Du den Betrag und die gewünschte Laufzeit an und kannst Dir dann verschiedene Angebote unserer Partner anzeigen lassen. Probier den bonify Finanzvergleich gleich einmal aus:

 Dispo Umschulden: Es gibt zwei Möglichkeiten

DISPO UMSCHULDUNG MIT RATENKREDIT

Während Banken den Dispokredit jederzeit kürzen oder kündigen dürfen, wenn sie der Meinung sind, dass der Kreditnehmer den finanziellen Belastungen nicht mehr nachkommen kann, ist ein Ratenkredit für die vereinbarte Vertragslaufzeit erst einmal sicher. Wichtig ist hierbei vor allem, einen detaillierten Haushaltsplan zu erstellen, der Einnahmen und Ausgaben auflistet. So können realistische Raten vereinbart werden, die Dich finanziell nicht zu stark belasten.

Der Vorteil von Ratenkrediten ist vor allem der günstige Zinssatz. Durchschnittlich beträgt dieser um die 6%. Allerdings werden Ratenkredite monatlich mit einer festgelegten Summe zurückgezahlt.

Rund 16 Prozent aller abgeschlossenen Ratenkredite haben den Zweck der Dispo Umschuldung. Der einzige Haken dabei? Mit Ratenkrediten gehen oft hohe Mindestkreditsummen einher.

So lassen sich viele Ratenkredite erst ab einer Darlehenssumme von mindestens 5000€ abschließen.

Das Stichwort in diesem Fall ist vor allem: Vergleichen! I

nformiere Dich über Ratenkredite bei verschiedenen Banken über die Konditionen.

Banken weigern sich oft eine Umschuldung des Dispo mit einem Ratenkredit zu vollziehen, schließlich gehen ihnen so die Zinsen verloren. Deshalb lohnt es sich, sich bei anderen Banken zu informieren. Hier ist außerdem die Chance auf bessere Konditionen gegeben. Über die Höhe der Zinsen entscheidet jeder Kreditgeber individuell. Wichtig dafür sind unter anderem Deine Bonität, die Kreditlaufzeit und -summe. Den genauen Berechnungsprozess der individuellen Verzinsung machen Banken nicht transparent.

DISPO UMSCHULDUNG MIT RAHMENKREDIT

Unter einem Rahmenkredit kann man eine Mischung aus Dispo- und Ratenkredit verstehen. Die Höhe der Zinsen ist ein wenig höher als beim Ratenkredit angelegt. Dies ist im Grunde der Preis für die Flexibilität.

Bei einer Dispo Umschuldung mit Rahmenkredit stellt die Bank eine vorher vereinbarte Summe zur Verfügung, die man dann nach und nach abzahlt. Im Gegensatz zum Ratenkredit hat man hier weder eine festgelegte monatliche Rate zu zahlen, noch ist man an eine Laufzeit gebunden.

Wichtig zu wissen: Bei Rahmenkrediten bestehen keine festen Zinsen. Diese können sich täglich ändern.

Außerdem erfordert ein Rahmenkredit äußerste Disziplin. Da die Bank wenig Druck ausübt, sollte man sich stets bewusst sein, dass man seine Schulden dennoch abbezahlen muss und nicht noch weiter in den Teufelskreis gerät.

Es ist ein unangenehmes Thema und gerne möchte man vor diesem Problem weglaufen und es solang wie möglich ignorieren. Das macht allerdings alles nur schlimmer. Wer finanzielle Probleme hat und das Gefühlt hat, er kommt allein nicht heraus, kann sich an Schuldnerberater und Verbraucherzentralen wenden. Aktiv zu werden, ist der erste Schritt in eine gesunde Finanzlage.

Der Dispokredit ist eine der teuersten Kreditarten, die es überhaupt gibt.

 Kann ich meinen Dispokredit eigentlich auch überziehen?

Das hängt von Deiner Bank ab. Bei manchen ist das gar nicht möglich, andere verlangen dafür noch höhere Überziehungszinsen, die den Schuldenkreislauf natürlich nur noch fördern. Im Jahr 2016 wurde den Banken die Pflicht für ein Beratungsangebot auferlegt, sollte der Kunde drei Monate mit der Hälfte seines monatlichen Einkommens im Dispo liegen oder sollte er mindestens sechs Monate lang mehr als Dreiviertel der Disposumme ausschöpfen.

 Was, wenn die Bank den Dispo kürzt?

Hier ist Kommunikation mit der Bank gefragt. Frag nach einer Rückführung und handle mit Deiner Bank die Konditionen aus. Unter einer Rückführung versteht man eine kontinuierliche Abzahlung des Dispokredites nach vereinbarten monatlichen Raten. So geht die Bank sicher, dass sie ihr Geld zurückbekommt.

Um gar nicht erst in Not einer Dispo Umschuldung zu geraten, solltest Du Deine Finanzlage stets im Auge behalte. Versuche Deinen Dispokredit nicht auszureizen und sollte es doch einmal passieren, schnell auszugleichen. Je bewusster Du Dir über Deine Finanzen und Deine Bonität bist, desto besser wirst Du wohl auch mit Deinem Geld haushalten. Mit bonify hast Du die Möglichkeit, Dir jederzeit Dein Finanzsaldo und Deinen Bonitätsscore anzusehen und ihn aktiv zu verbessern. Gib Schulden keine Chance!