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Der Ratenkredit: Ein Retter in der Not?

Ein Ratenkredit kann ein Retter sein – nach Beantragung eines Ratendarlehens erhält man die gewünschte Summe und zahlt sie in Raten inkl. Zinsen ab.
Elisa Thiem

text von

Elisa Thiem

6. Dezember 2018
Ratenkredite Voraussetzungen und Darlehens-Vergleich

Ein Ratenkredit bietet sich immer dann an, wenn man schnell eine gewisse Summe an Geld benötigt: Es ist Ende des Monats und der Kühlschrank gibt den Geist auf, die Stromendabrechnung verleiht Dir eine kleine Panikattacke oder Dein Auto macht dir Sorgen. 

Fast jeder kennt solche Schreckensmomente und meistens geschehen sie genau dann, wenn man nicht flüssig ist. Murphys Gesetz. Die spezielle Finanzierungsart "Ratenkredit" ist also nützlich, wenn man kurzfristig Geld braucht und kein Erspartes hat oder nicht darauf zurückgreifen möchte. Dann ist es sinnvoll, einen Ratenkredit-Vergleich zu starten.

Ein Ratendarlehen ist in der Regel dazu gedacht, bestimmte Dinge anzuschaffen, daher sind sie auch als Konsumentenkredite bekannt. Es ist die häufigste Darlehensart, wenn es um Konsumfinanzierung geht.

 Voraussetzungen für einen Ratenkredit

Im Prinzip giltst Du als kreditfähig und kannst einen Ratenkredit beantragen und bekommen. Ratenkredit Voraussetzungen sind, dass Du:

voll geschäftsfähig bist,

volljährig bist (das 18. Lebensjahr vollendet hast)

einen festen Wohnsitz in Deutschland hast

über ein deutsches Bankkonto verfügst

ein unbefristetes Arbeitsverhältnis hast

nicht mehr in der Probezeit bist

die notwendige Bonität von der SCHUFA bestätigt bekommst

Dennoch gibt es Einschränkungen. So haben es beispielsweise Studenten, Rentner, Selbstständige und Arbeitslose schwerer, einen Ratenkredit zu bekommen. In diesen Fällen bieten einige Banken spezielle Kredite an. Diese unterliegen anderen Voraussetzungen und oft sind die Zinsen dann sehr hoch.

Die Konditionen für einen Ratenkredit sind vor allem von Deiner Bonität abhängig, die Deine Zahlungswahrscheinlichkeit (Kreditwürdigkeit) ausdrücken soll. Gute Chancen haben also Arbeitnehmer mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag und einer positiven Bonität. Je besser Deine Bonität, umso günstigere Konditionen bekommst Du angeboten.

Nur wenn keine negativen Einträge wie Mahn- oder Vollstreckungsbescheide oder auch Zahlungsverzüge in der Bonitätsauskunft vorliegen, kann die Bank sichergehen, dass der Ratenkredit auch pünktlich und zuverlässig abbezahlt wird. Falls Du in einem befristeten Arbeitsverhältnis steckst, sollte die gewählte Kreditlaufzeit die Dauer der Job-Befristung nicht übersteigen, um einen Ratenkredit bewilligt zu bekommen.

Ebenfalls wichtig ist ein ausreichender Haushaltsüberschuss, schließlich soll von diesem Geld die Rate gezahlt werden. Um diesen Überschuss zu ermitteln, fragt die Bank neben der Bonität auch das Gehalt, monatliche Ausgaben und laufende Kredite ab. Als Nachweis der Angaben dienen Kontoauszüge und Gehaltsnachweise. Wichtig ist: Die Rate sollte in keinem Fall den Überschuss übersteigen.

Ratenkredite werden außerdem in der Regel ohne Besicherung vergeben. Besicherungen sind vorher vereinbarte Absicherungen des Kreditnehmers gegenüber der Bank, sodass im Falle eines Zahlungsausfalls der Kredit weiter zurückgezahlt wird. Das können zum Beispiel Gehaltsabtretungen oder Bürgschaften sein.

 Wie setzt sich ein Ratenkredit zusammen?

Der Sollzins, oder auch nominale Zins, ist die Entschädigung des Kreditnehmers an die Bank. Auf diese Weise verdienen Banken an Krediten. Der effektive Jahreszins beschreibt die Gesamtkosten eines Kredites – also nicht nur die Zinssätze, sondern auch mögliche anfallende Gebühren.

Tipp: Schau Dir bei der Wahl Deines Ratenkredites immer den effektiven Jahreszins an und achte weniger auf den Sollzins.

Das Gute an einem Ratendarlehen ist, dass man sich mit der Bank auf einen möglichst günstigen Zinssatz einigt und dieser dann über die Laufzeit des Kredites fest besteht. Hast du einen Kredit aufgenommen, kannst Du also seine Finanzen gut planen und musst keine bösen Überraschungen erwarten.

Tipp: Am wichtigsten ist das intensive Vergleichen von Angeboten und Konditionen. Nur so erhält man die günstigsten Ratenkredite.

 Verwendungszweck beim Ratenkredit

Transparenz im Verwendungszweck ist eine gute Sache. Er kann zu besseren Konditionen verhelfen oder sogar dem Bonitätsscore nutzen. Wer zum Beispiel einen Kfz-Kredit aufnimmt, erhält möglicherweise gute Zinssätze, da die Bank im Falle eines Verzugs das Recht innehat, das Auto zu verkaufen. 

Bei einer Umschuldung sollte kommuniziert werden, dass es sich um keine neue Verschuldung handelt, was wiederum der Bonität sowie den monatlichen Raten zugutekommt.

 Laufzeit eines Ratenkredites

Die Laufzeiten für Ratenkredite variieren von Bank zu Bank und von Kreditnehmer zu Kreditnehmer. Eine längere Laufzeit kann sich negativ auf die monatlichen Raten und auf die Zinsen auswirken.

Tipp: Entscheide Dich immer für die, für Dich realisierbare, kürzeste Laufzeit. Das sichert die niedrigsten Zinsen.

 Ratenkredite ohne festes Einkommen?

Menschen ohne festen Arbeitsvertrag haben es sehr schwer, an einen Ratenkredit zu kommen. Dazu gehören sowohl Studenten (siehe: Studentenkredite), Rentner und Arbeitslose als auch Freiberufler und Unternehmer. 

Eine mögliche Lösung in diesem Fall ist es, einen zweiten Kreditnehmer in den Vertrag einzubeziehen. Diese zweite Partei erhöht die Wahrscheinlichkeit der Annahme, da nun das Einkommen beider Kreditnehmer zusammengerechnet wird und beide gesamtschuldnerisch haften.

 Ratenkredite ohne SCHUFA

Einen Kredit ohne SCHUFA Auskunft (oft "Schweizer Kredit" genannt) gibt es, so wie man ihn verstehen könnte, nicht. Wer einen Kredit bei einer in Deutschland ansässigen Bank beantragt, kommt i. d. R. an der Prüfung Deiner persönlichen Daten bei der SCHUFA nicht vorbei. 

Es gibt allerdings die Möglichkeit einen Kredit trotz negativer SCHUFA zu bekommen. Wenn für Dich kein Weg daran vorbei führt, einen solchen Kredit aufnehmen zu müssen, ist es wichtig, dass Du nicht auf irgendeinen unseriösen Anbieter hereinfällst. Du wirst auf jeden Fall mit deutlich höheren Zinsen rechnen müssen.

 Ist ein Ratenkredit besser als ein Dispokredit?

Zwar kommt es auf verschiedene Faktoren bei der Vergabe und den Konditionen eines Ratenkredites an, dennoch sind die Zinsen wesentlich geringer als bei einem Dispokredit

Eine Dispo-Umschuldung macht immer dann Sinn, wenn Du merkst, dass Du mit der Rückzahlung Deines Dispokredites immer weiter in Verzug gerätst. Ein Ratenkredit mit festen Raten und einer geregelten Laufzeit spart Geld und schenkt Sicherheit.

 Ein kleiner historischer Einblick

Ratenkredite werden schon seit Mitte der 1950er Jahre gegeben und haben ihren Ursprung in deutschen Versandhäusern. Diese gaben ihren Kunden die Chance, größere Anschaffungen in Raten abzuzahlen und kooperierten dazu mit Teilzahlungsbanken. Mit steigender Konsumlust verbreitete sich auch die Begeisterung für Ratenkredite, was sich Banken und Sparkassen schnell zu Nutzen machten.

 Der Ratenkredit im Überblick

Was genau ist ein Ratenkredit?

Eine Finanzierungsmöglichkeit, bei der eine verhandelte Summe direkt und schnell nach Antragsstellung ausgezahlt wird.

Diese Summe wird in vorher vereinbarten festen Raten monatlich zurückgezahlt.

Der Zinssatz ist für die gesamte Laufzeit festgelegt.

Welche Nachweise brauche ich für den Ratenkredit?

Variiert von Bank zu Bank

Volljährigkeit (Personalausweis oder Reisepass)

Wohnsitz in Deutschland

Konto in Deutschland

Einkommensnachweise

Ausreichende Bonität

Kontoauszüge

Kopie des Arbeitsvertrages

Nützliche Tipps für den Ratenkredit

Halte die Laufzeit so kurz wie möglich.

Hol Dir verschiedene Angebote ein und vergleiche sorgfältig.

Löse den Kredit so schnell wie möglich ab (wenn Du einen Bonus oder eine Gehaltserhöhung bekommen hast, nutze das Geld, um den Kredit direkt abzuzahlen – Ratenkredite sind nämlich jederzeit kündbar).

Behalte Deine Bonität mit bonify immer im Blick.

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Ratenkredit als Retter - Infografik

Elisa Thiem

Elisa Thiem

machte den Bachelor of Arts in Literaturwissenschaften in Bonn und den Master in Germanistik in Potsdam. Jetzt lebt sie ihre Leidenschaft zum Schreiben als Content und PR Manager bei bonify aus.