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Der Kontokorrentkredit: Ein Helfer im Notfall

Der Kontokorrentkredit oder auch Dispokredit ist der flexible Kredit bei Deinem Girokonto. Über die Höhe entscheidet Deine Bonität. Lerne sie gleich kennen!

14. Dezember 2018

 Der Kontokorrentkredit: Ein Helfer in der Not

Der Kontokorrentkredit ist im Grunde das Gleiche wie der Dispokredit, wird aber in der Wirtschaftswelt, also im Falle für Unternehmen oder Selbstständige, unter dieser Bezeichnung geführt. In der Regel geht diese Kreditform mit dem Girokonto einher und bezeichnet das zur Verfügung stehende Überziehungslimit dieses Kontos.

 Was genau macht ein Kontokorrentkredit aus?

Diese Kreditart ist immer mit einem Konto mit laufender Rechnung wie dem Girokonto oder einem Unternehmer-Girokonto verknüpft. Das bedeutet: Einnahmen und Ausgaben laufen über dieses Konto und gleichen im besten Fall den Kredit regelmäßig aus.

Somit kann der genutzte Kreditrahmen auch jederzeit getilgt werden.

Kontokorrentkredite laufen in der Regel für sechs Monate. In dieser Zeit sollte das Konto ins Positive umschlagen. In den meisten Fällen wird der Kredit nach dieser Zeit nicht von der Bank gekündigt, sondern gestundet; also verlängert.

Am besten geeignet ist der Kontokorrentkredit für finanzielle Engpässe. Sollte beispielsweise ein wichtiges Gerät im Haushalt neu benötigt werden, eine Reparatur oder eine Rechnung anstehen, könnte hier der Kredit Abhilfe leisten.

Die Zinsen sind höher als bei den meisten anderen Kreditarten (oft im zweistelligen Bereich.)

Bei Überziehung des Kontokorrentkreditlimits setzt ein sogenannter Überziehungskredit ein, der noch höhere Zinsen mit sich bringt.

 Der Kontokorrentkredit: Vorteile und Nachteile

Vorteile

Finanzielle Notfälle können schnell und ohne bürokratischen Aufwand überbrückt werden / hohe Flexibilität

Zinsen fallen nur für den genutzten Teil des Kredites an

Nachteile

Höhere Verzinsung als bei den meisten anderen Kreditarten ist festgelegt

Je länger der Kontokorrentkredit läuft, beziehungsweise nicht ausgeglichen wird, desto teurer wird es

 Wie hoch ist der Kontokorrentkredit

Über die Höhe des Kreditrahmens entscheiden im Grunde die Bonität (Kreditwürdigkeit) und die laufenden Einnahmen. Man kann mit der Bank einen verfügbaren Rahmen aushandeln, um sich ein wenig vor der Schuldenfalle zu schützen. Denn obwohl der Kontokorrentkredit aufgrund seiner Flexibilität recht attraktiv erscheint, kann er, je länger er ausgereizt wird, gefährlich für die finanzielle Lage werden.

 Der Kontokorrentkredit und Zinsen

Der Zinssatz dieses Kredites wird vom jeweiligen Kreditgeber festgelegt (ist also von Bank zu Bank variabel).

 Kontokorrentkredit Zinsberechnung

Die allgemeine Formel für die Zinsberechnung lautet:

Zinsbetrag = (Kreditbetrag * Zinssatz * Tage) / (365*100)

Das bedeutet an einem Beispiel gemessen:Bei einem von der Bank festgelegten Zinssatz von 11% und einem überzogenen Betrag von 500€ zum Monatsende, wobei das Konto für 10 Tage im Minus bleibt, ergäbe sich diese Berechnung:

Zinsbetrag = (500€ * 11 * 10) / (365 * 100) = 1,51 €

Allerdings wird diese Berechnung jeden Tag erneuert, da sich der Kontostand ja täglich durch weitere Ausgaben oder Einnahmen verändern kann.

 Der Kontokorrentkredit für Selbstständige

Für Unternehmen und Selbstständige ist ein solcher Kredit immer dann von Vorteil, wenn plötzliche Rechnungen, besonders gute Angebote oder ein ungeplanter Notfall eintreffen und sie diesen als eine Art Überbrückungskredit nutzen können. Mit dieser Kreditart haben Selbstständige die Möglichkeit, schnell zu handeln und etwaige finanzielle Schwankungen auszugleichen.

Genau wie für Privatpersonen gilt natürlich auch hier die Gefahr der Verstrickung in immer tiefere Überziehungen.

 Die Alternative zum Kontokorrentkredit

In puncto Flexibilität ist der Kontokorrentkredit fast nicht zu schlagen. Wer allerdings hohe Zinsen umgehen möchte, kann über einen Ratenkredit nachdenken. Dieser ist dann jedoch an feste Rückzahlungsbedingungen wie monatliche Raten und eine festgelegte Laufzeit gebunden.

 Bei Schwierigkeiten mit dem Kontokorrentkredit? Umschulden!

Es ist leicht, sich mit dem Kontokorrentkredit ein wenig zu „verlaufen“ und sich plötzlich in Schwierigkeiten mit dem Kontoausgleich zu befinden. In solch einem Fall hilft eine Umschuldung. Hiermit kann man den Kredit auf eine andere Kreditart (zum Beispiel auf den Ratenkredit) umschulden, spart Zinsen und legt eine realistische Rückzahlungsvereinbarung mit dem Kreditgeber fest. Diese kontinuierliche, übersichtliche Art hilft dabei, die Finanzen wieder ordnen zu können.

 Mit bonify umschulden

Mit dem bonify Finanzvergleich kannst Du Dir Angebote für Umschuldungskredite unserer Partner anschauen und verschiedene Kreditszenarien durchspielen. Gib im Verwendungszweck einfach Umschuldung an.

 Auch bonify hilft bei den Finanzen

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