Studentenkredit: 8 Dinge, die du beachten solltest!

Du interessierst dich für einen Studentenkredit? Folgender Artikel zählt dir 8 Dinge auf, die Du über Studentenkredite wissen solltest!

Elisa Thiem

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Elisa Thiem

17. Februar 2020
Studentenkredit: Dinge, die Du beachten solltest

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Studium zu finanzieren: arbeiten, die lieben Eltern, Stipendien, BAföG oder eben einen Studentenkredit aufnehmen. Was in den USA oder in Großbritannien fast schon eine Selbstverständlichkeit ist, gab es in Deutschland lange nicht. Allerdings wird ein Studentenkredit seit der Einführung von Studiengebühren im Jahr 2004 und durch steigende Lebenshaltungskosten immer beliebter. Darum zeigen wir dir 8 Dinge, auf die du achten solltest, wenn du über eine Studentenkredit nachdenkst.

 1) Bei einem Studienkredit gibt es meistens eine Altersbeschränkung!

Die meisten Studienkrediten gibt es eine Altersbeschränkung. Im besonderen ist ein Studienkredit für junge Menschen nach dem Abitur oder der Berufsausbildung gedacht. Du solltest zum Zeitpunkt des Kreditantrags mindestens 18 Jahre alt sein und darfst das vorgeschriebene Höchstalter nicht überschreiten.

Diese Altersgrenze ist meistens das 30. Lebensjahr, außer bei einem KfW Studienkredit (Kreditanstalt für Wiederaufbau), hier wäre es das 44. Lebensjahr

 2) Ein Studentenkredit darf nur mit einer Einwilligung an Minderjährige vergeben werden!

Ein Kredit darf in Deutschland nur an voll geschäftsfähige Schuldner vergeben werden (Kreditfähigkeit). Minderjährige sind nur eingeschränkt geschäftsfähig. Aus diesem Grund können Minderjährige nur mit einer Zustimmung der Eltern oder einer Genehmigung vom Familiengericht einen Studentenkredit abschließen.

 3) Auch wenn Du BAföG beziehst, kannst Du einen Studentenkredit aufnehmen!

Die BAföG Unterstützung orientiert sich am Einkommen der Eltern. Deswegen kann diese Unterstützung oft geringer ausfallen, als erhofft. Um die Finanzlücke auszugleichen, kannst du einen Studentenkredit aufnehmen. Hierbei solltest du allerdings beachten, dass du eventuell parallel beide Forderungen zurückzahlen musst, und somit eine hohe finanzielle Belastung auf dich zukommt.

Prinzipiell musst du immer die Hälfte der BAföG Unterstützung zurückzahlen. Entscheidest du dich für einen ergänzenden Studentenkredit, musst du zusätzlich die Tilgungen sowie Zinsen für die gesamte Kreditsumme zurückzahlen!

 4) Ein Kredit für Studenten gilt meist nur für ein Vollzeit-Studium an einer staatlich anerkannten Hochschule!

Ein Teilzeitstudium kann in der Regel nicht mit einem sogenannten Studentenkredit finanziert werden! Oftmals haben aber verschiedene Universitäten oder Hochschulen Kooperationen mit lokalen Banken, die auch einen Studentenkredit für ein Teilzeitstudium ermöglichen. 

Wende dich hierfür am Besten direkt an den Verantwortlichen an Deiner Universität! Zudem werden Studentenkredite meist nur dann vergeben, wenn Du an einer staatlich anerkannten Hochschule studierst. Demnach sind Studentenkredite beispielsweise nicht für eine Ausbildung an einer Fachberufsschule geeignet. Aber auch hier bestehen meist Kooperationen der Fachberufsschulen mit lokalen Banken.

 5) Ein Großteil der Studienkredite decken nur das Erststudium ab!

Hast du deinen Bachelor bereits abgeschlossen und interessierst dich für einen Master oder eine Promotion, kann es sein, dass du für einen Studentenkredit nicht in Frage kommst. 

Studentenkredite werden für ein Zweitstudium nur vereinzelt vergeben. Also bleibt auch hier nur die Möglichkeit, dich direkt an Deine Universität zu wenden und nach Kooperationen zu lokalen Banken zu fragen.

Ein KFW-Studienkredit ist übrigens in den meisten Fällen auf 14 Semester begrenzt, gefolgt von einer Karenzzeit. So muss der Kredit nicht sofort nach dem Studium zurückgezahlt werden, es bleibt Zeit, einen Job zu finden (siehe Punkt 8).

 6) Bei einem Studentenkredit müssen stetig Leistungsnachweise erbracht werden!

Üblicherweise musst du als Kreditnehmer eines Studentenkredits regelmäßig Leistungsnachweise, also Immatrikulationsbescheinigungen und auch ggf. Noten, einreichen. Kannst du keinen Leistungsnachweis mehr erbringen, wird die Auszahlung des Studentenkredits unverzüglich gestoppt

Außerdem solltest du beachten: Wenn du einen Kredit für dein Studium aufnimmst, darfst du die Regelstudienzeit nicht um mehr als zwei Semester überschreiten!

 7) Der Kredit wird monatlich oder pro Semester ausgezahlt!

Je nach Studium und Bedarf wird dir das Geld meist monatlich oder pro Semester ausgezahlt. Durch diese Beschränkung können zum einen die Banken sicher gehen, dass so der Zweck des Studentenkredits erfüllt wird. Zum anderen wird dem Studenten oder der Studentin die finanzielle Studienplanung erleichtert.

 8) Der Rückzahlungsbeginn für den Studentenkredit beginnt meist erst nach einer Karenzzeit!

Während deines Studiums zahlst du nichts für deinen Studienkredit. Nachdem du dein Studium beendet hast, beginnt die Rückzahlung meist nach einer gewissen Karenzzeit

Diese Karenzzeit hängt ganz von dem Kreditvertrag und der Bank ab. Die Rückzahlung beginnt im Durchschnitt erst zwei Jahre nach der letzten monatlichen Rate!

 Und was ist mit deiner Bonität?

Final spielt natürlich deine Bonität bei einem Studentendarlehen auch eine Rolle – zwar nicht so eine große, wie bei einem “normalen” Kredit, aber trotzdem wird diese überprüft, um sicherzustellen, dass keine Negativmerkmale vorliegen. Wichtig für deine zukünftige Kreditwürdigkeit ist dann noch mehr, die pünktliche und vollständige Rückzahlung des Kredites. Hast du diesen dann abbezahlt, wird dies sogar als positives Merkmal in deiner Bonität vermerkt.

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Elisa Thiem

Elisa Thiem

machte den Bachelor of Arts in Literaturwissenschaften in Bonn und den Master in Germanistik in Potsdam. Jetzt lebt sie ihre Leidenschaft zum Schreiben als Content und PR Manager bei bonify aus.