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Was ist eine SCHUFA-Auskunft? Was wird über Dich gespeichert?

Mit der SCHUFA-Auskunft haben wir alle früher oder später zu tun. Was das ist, was genau über Dich gespeichert wird und wie Du deine Auskunft einholst, liest Du hier.

29. Januar 2019

Was ist eine SCHUFA-Auskunft und was wird gespeichert?

Von der SCHUFA-Auskunft hat eigentlich jeder schon einmal gehört. Die SCHUFA („Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“) ist Deutschlands größte Auskunftei und sammelt Informationen über Unternehmen und Privatpersonen.

 Worüber gibt die SCHUFA eine Auskunft?

Bereits seit 1927 gibt es die SCHUFA und seit jeher gilt sie als Informationsmedium, welches Geschäftspartnern Aussagen über die Zahlungsfähigkeit von Kunden liefert. Ausgedrückt wird die Einschätzung der Zahlungswahrscheinlichkeit mithilfe eines Scores oder Bonitätswertes, der sich aus verschiedenen Faktoren zusammensetzt. Die Formel, die diesen Score berechnet, ist bis heute geheim, allerdings spielen Alter, vergangenes Zahlungsverhalten und Merkmale wie bestehende Kredite eine Rolle.

 Warum wird eine SCHUFA-Auskunft benötigt?

Egal, ob eine Bank, der Vermieter oder sogar ein Online Shop: Dienstleister wollen sich mit der SCHUFA-Auskunft absichern und prüfen, ob der Kunde oder Schuldner zahlungsfähig ist und ein gutes Zahlungsverhalten hat oder nicht.

Während sich Unternehmen die SCHUFA-Auskunft bei Käufen oder Verträgen oft durch die sogenannte SCHUFA-Klausel einholen (eine Einverständniserklärung im Vertrag zur Einholung Deiner Daten durch das Unternehmen), verlangt ein neuer potenzieller Vermieter immer eine SCHUFA-Auskunft, die Du selbst beantragen musst.

 Was steht in meiner SCHUFA-Auskunft?

Wer seine Auskunft anfordert, hat die Wahl zwischen der kostenlosen Selbstauskunft oder kann die reguläre SCHUFA-Auskunft beantragen, die auf der offiziellen Seite der Auskunftei 29,95€ kostet.

SCHUFA Selbstauskunft

Jeder Bürger hat laut der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) mehrmals im Jahr das Recht darauf, eine kostenfreie Selbstauskunft einzufordern. Diese gibt an, welche über Dich gespeicherten Daten vorliegen, wer sich Informationen über Dich eingeholt hat und zu welchem Zweck Deine Daten gespeichert wurden.

Außerdem erfährst Du Deinen Basisscore, der in Prozenten angegeben wird und Dir anzeigt, wie Dein Ausfallrisiko berechnet wurde. Der Score wird alle drei Monate erneuert.

Die Selbstauskunft dient vor allem Deinem eigenen Überblick. Wichtig ist es, die Daten stets zu prüfen und bei Bedarf korrigieren zu lassen.

So etwas Ähnliches wie eine SCHUFA Auskunft online bietet Dir bonify. Mit einer Anmeldung bei bonify kannst Du nämlich jederzeit kostenlos Deine Bonität online prüfen.

SCHUFA BonitätsAuskunft für Vermieter

Wer sich eine kostenpflichtige Auskunft zukommen lässt, erhält zwei Dokumente.

Das Exemplar zum Weitergeben – an den Vermieter, Arbeitgeber oder dergleichen – bietet eine sehr kompakte Angabe über Deine Bonität, also Zahlungsfähigkeit.

Das bedeutet, es wird nur vermerkt, ob Du ein positives Zahlungsverhalten hast oder ob eventuelle Zahlungsausfälle vermerkt wurden. In dieser Verbraucherauskunft ist ebenfalls nicht vermerkt, mit wem Verträge bestehen und wer Daten über Dich an die SCHUFA gemeldet hat.

Bei der SCHUFA kostet eine Bonitätsauskunft für den Vermieter 29,95 Euro. Bei bonify bekommst Du die Mieterauskunft kostenlos. Das 3-in-1 Dokument beinhaltet alle wichtigen Angaben, die ein Vermieter von Dir benötigt.

Eigenauskunft

Das zweite Dokument enthält eine detailliertere Auflistung Deiner Bonität.

Wie auch in der Selbstauskunft kannst Du hier Deinen Score einsehen und erfährst, welche Informationen über Dich vorliegen.

Das wären beispielsweise

Das Eröffnen eines Girokontos oder einer neuen Kreditkarte

Telekommunikationsverträge

Kredit- oder Leasingverträge mit Angabe des Vertrages, der Laufzeit und eventuell früherer Rückzahlung

Versandhandelskonten

Ratenzahlungsgeschäfte

Auch negatives Verhalten wird aufgelistet.

Dazu gehören

Zahlungsausfälle mit Mahnungen, denen nicht nachgekommen wurde

Forderung nach gerichtlicher Entscheidung (Vollstreckungsbescheide, Endurteile oder Titulierungen – wenn also ein Gläubiger sich vom Gericht einen Titel holt, um seine Forderungen garantiert zu erhalten)

Sollten Angaben über Dich in öffentlichen Verzeichnissen bestehen, werden auch diese in Deiner SCHUFA-Auskunft aufgeführt.

So zum Beispiel

Private Insolvenzverfahren

Eidesstattliche Versicherungen oder ein Haftbefehl zur Eidesstattlichen Versicherung (Dies ist der Fall, wenn der Schuldner seinen gesamten pfändbaren Besitz offenlegen muss)

Außerdem enthält Deine SCHUFA-Auskunft manchmal Angaben über Identitätschecks von Online-Shops. Diese checken dann nur die Richtigkeit Deiner Daten, um Betrug und Missbrauch vorzubeugen.

 Wie und wo bekomme ich eine SCHUFA-Auskunft?

Die SCHUFA-Auskunft kannst du zum Beispiel direkt bei der SCHUFA anfordern.

Auf der Homepage meineSCHUFA.de findest Du ein Online-Formular zum Ausfüllen. Zusätzlich musst Du eine Ausweiskopie hochladen, um Dich zu identifizieren.

Wer keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, braucht eine Kopie des Reisepasses und eine Meldebescheinigung.

(Wie Du das entsprechende Formular findest, erklären wir Dir hier im Beitrag zur Selbstauskunft)

 Wie sieht die SCHUFA-Auskunft aus?

Neben den aufgeführten Daten erkennst Du eine originale SCHUFA-Auskunft an dem speziellen Sicherheitspapier, Kopierschutz und dem Wasserzeichen.

 Eine Bonitätsauskunft kostenlos und online? Geht das?

Ja, auch sowas geht. Und zwar mit bonify. Registriere Dich gleich bei bonify und sehe Deinen Bonitätsscore jederzeit kostenlos und aktuell ein. Wir geben Dir die Möglichkeit, Deine Finanzen ständig zu überwachen, Daten zu prüfen und zu korrigieren und aktiv an Deinem Scorewert zu arbeiten.

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